1. Grundlogik
- Es gibt zwei wirtschaftliche Rollen: Person und Unternehmen.
- Die Rolle ergibt sich aus dem Umsatz des Vorjahres.
- Ziel: Einfachheit, Transparenz, Fairness, klare Schwellen.
2. Personen (bis 60.000 € Umsatz/Jahr)
- Umsatzsteuer: 1% (allgemeiner Personensatz).
- Gewinnsteuer: 0% – keine Gewinnbesteuerung für Personen.
- Kostenabzug: Keine Betriebsausgaben, kein Wareneinsatz-Abzug, keine Abschreibungen.
- Begründung:
- Personen bewegen sich im Bereich der Grundbedürfnisse.
- Kein Verwaltungsaufwand, kein Buchhaltungspflicht.
- Wer mehr betrieblichen Aufwand hat → soll Unternehmen gründen.
3. Unternehmen (ab dem Folgejahr nach > 60.000 € Umsatz)
- Die Schwelle wirkt hart und bewusst ohne Übergangszone.
- Umsatzsteuer: 10% (branchenneutral, konkurrenzfähig).
- Gewinnsteuer: 10% auf betrieblichen Gewinn.
- Kostenabzug: Alle klassischen Betriebsausgaben erlaubt (Material, Personal, Miete etc.).
- Begründung:
- Unternehmen operieren über Grundbedürfnisniveau.
- Beitrag zur solidarischen Finanzierung.
- Klare Trennung zwischen Alltagsökonomie (Personen) und Marktwirtschaft (Unternehmen).
4. Schwellenlogik (60.000 €)
- Überschreitung der Grenze → Einstufung als Unternehmen ab 1. Jänner des Folgejahres.
- Einmalige Effekte oder Schwankungen spielen keine Rolle.
- Die Schwelle wird nicht abgefedert, da:
- Einfachheit über Feinjustierung steht.
- Grenznähe-Verhalten akzeptiert wird.
- Jeder jederzeit freiwillig ein Unternehmen gründen kann.
5. Marktwirkung
Personen
- Sehr niedrige Steuerlast (1%).
- Höchste Einfachheit.
- Ideal für kleine Tätigkeiten, Kreative, Nebenverdienste, lokale Dienstleistungen.
Unternehmen
- Vollwertige Marktteilnehmer mit Rechnungsstellung, Kostenlogik und Steuerpflichten.
- USt 10% sorgt für realistischen Leistungsrahmen.
- Vorteil im internationalen Vergleich.
Marktunterschied ist gewollt
- Personen sollen im kleinen Bereich günstiger agieren können.
- Unternehmen sollen für Struktur, Arbeitsplätze, Investitionen sorgen.
- Wettbewerbsvorteile/Fair-Use-Kooperationen sind kein Problem.
6. Umgang mit möglichen Graubereichen
- Splitting, Schein-Personen, Schattenwirtschaft:
- Existieren in jedem System, sind tolerierbar.
- Priorität liegt auf Einfachheit, nicht auf maximaler Kontrolle.
- Bei Missbrauch → Unternehmen gründen, klare Lösung.
- Abgrenzung Wareneinsatz/Betriebsausgaben:
- Für Personen irrelevant (kein Abzug erlaubt).
- Unternehmen haben normale Betriebskostenlogik.
7. Grundprinzipien dahinter
- Einfachheit vor Perfektion.
- Eigenverantwortung statt Mikroregulierung.
- Transparenz statt komplizierter Stufen und Ausnahmen.
- Niedrige Steuern, dafür klare Spielregeln.
In AustroTopia gibt es zwei wirtschaftliche Rollen: Personen und Unternehmen. Die Einstufung erfolgt ausschließlich über den Umsatz des Vorjahres. Wer bis zu 60.000 Euro pro Jahr umsetzt, bleibt Person. Wird diese Grenze überschritten, gilt man ab dem nächsten Kalenderjahr als Unternehmen – unabhängig davon, ob es sich um einen Ein-Personen-Betrieb oder eine größere Struktur handelt. Fällt der Umsatz später wieder unter die Grenze, kann man im darauffolgenden Jahr wieder als Person auftreten (kurze Meldung beim Finanzamt genügt). Die Schwelle ist bewusst gesetzt, weil Einfachheit wichtiger ist als komplizierte Übergangsmodelle.
Personen zahlen 1 % Umsatzsteuer und keine Gewinnsteuer. Sie können keine Betriebsausgaben oder Wareneinsatz abziehen. Das System ist bewusst minimalistisch gehalten, weil Tätigkeiten im Personenbereich meist nahe an den Grundbedürfnissen liegen und keine komplexe Buchhaltung nötig ist. Wer betriebliche Strukturen, nennenswerte Investitionen oder Materialeinsatz benötigt, kann jederzeit ein Unternehmen gründen – die Option ist offen, aber nicht verpflichtend.
Für Unternehmen gilt: 10 % Umsatzsteuer und 10 % Gewinnsteuer. Sie können sämtliche betrieblichen Kosten absetzen: Material, Arbeitskraft, Miete, Infrastruktur. Die Regelung ist klar und schafft einen fairen Beitrag jener, die deutlich über dem Grundniveau wirtschaften. Gleichzeitig bleibt der Steuersatz im internationalen Vergleich sehr attraktiv.
Die Unterschiede zwischen Personen und Unternehmen sind gewollt. Personen sollen einen möglichst einfachen und günstigen Rahmen für kleine Tätigkeiten haben, während Unternehmen als vollwertige Marktteilnehmer mit realistischer Kosten- und Steuerlogik agieren. Dass es rund um die 60.000-Grenze zu kreativen Gestaltungen kommen kann, ist kaum vermeidbar, wird aber als „notwendiges Übel“ akzeptiert. Ein gewisser Graubereich existiert in jedem System und ist kein Grund, das Gesamtkonzept zu verkomplizieren. Wenn sich jemand in der Grenzzone unwohl fühlt oder betriebliche Abzüge braucht, gründet er einfach ein Unternehmen – das System bietet dafür eine saubere Lösung.
Schein-Splitting, kleine Umgehungen oder spontane Kooperationen werden nicht als Kernproblem betrachtet. Ziel ist nicht maximale Überwachung, sondern ein funktionierendes und alltagstaugliches Modell für die große Mehrheit. Der Fokus liegt auf Einfachheit, Nachvollziehbarkeit und einer fairen, klar strukturierten ökonomischen Umgebung.