#ifwv 024
Gönne Deiner Seele Ruhe!

Die Zeiten werden immer hektischer. Alles wird immer schneller und komplexer. Und manch einer hat das Gefühl, bald vollends unter die Räder zu kommen. Neben all den positiven und unser Leben verbessernden Entwicklungen unserer Zeit nimmt auch die Last entsprechend zu – könnte man meinen.

Wohl wahr, so schnelllebig, komplex, hektisch und informations-überfrachtet wie unsere Zeit war bisher vermutlich noch kein Zeitalter. Oberflächlich betrachtet wird das Leben immer schwerer und undurchsichtiger, wir sehen uns nicht mehr raus und sind dadurch gestresst. Dass das jedoch nicht unbedingt der Wahrheit letzter Schluss ist, erkennt man, wenn man sich einfach einmal überlegt, unter welchem Stress frühere Generationen gestanden haben und wie das Leben in den vorangegangenen Epochen verlaufen ist.

Was wir als Stress bezeichnen, darüber können die Menschen der vergangenen Jahrtausende bis zurück zu den Höhlen vermutlich nur milde lächeln. Es kommt heutzutage doch recht selten vor, dass wir unseren Allerwertesten auf den nächsten Baum retten müssen, damit ihn uns der riesige Säbelzahntiger nicht abbeißt. Auch müssen wir in der Regeln keine Sorge haben, dass uns das nächste Unwetter umbringt oder wir elendiglich verhungern, weil vor unserer Höhle außer Schnee und Eis nichts zu finden ist. Die zutiefst beängstigende Erfahrung, mitansehen zu müssen, wie innerhalb der Sippe wahllos irgendwer krank wird uns stirbt, ohne dass man es begreifen oder irgendetwas dagegen tun könnte. Die wirklich stressigen Erfahrungen, die die gesamte bisherige Menschheit machen mussten, wenn es keine Nahrung, keinen Schutz und scheinbar keine Zukunft gab, weil wir die meiste Zeit unserer Geschichte in irgendwelchen Kriegen, Tyranneien, Diktaturen oder schlicht Unterversorgung leben mussten. Das Damoklesschwert, das Jahrtausende über uns gehangen hat (und in vielen Teiler der Welt immer noch bedrohlich über den Menschen schwebt) und uns jede Kleinigkeit ins Jenseits verfrachten konnte. Die tiefe Existenzangst, wenn Dürren und ähnliche unschöne Wetterphänomene die Ernten vernichtet haben.

Und das sind nur einige Gedanken dazu, wie es in unserer Geschichte bisher zugegangen ist. Da darf man sich schon mal kurz zurück lehnen und sich überlegen, wie gut es den meisten von uns in Wirklichkeit geht. Wie sorgenfrei unser Leben im Großen und Ganzen ist – verglichen mit den existenziellen Problemen und Sorgen all unserer Vorfahren, jammern wir doch auf sehr hohem Niveau.

Ralph Waldo Emerson hat das schon treffend formuliert:

Und dennoch, nicht wenigen von uns geht es ähnlich bescheiden, wenn es darum geht, ein ausgeglichenes, glückliches und harmonisches Leben zu genießen. Die Wenigsten haben das Gefühl, dass sie auf der „Gewinnerstrasse“ unterwegs sind und einer rosigen Zukunft entgegen sehen. Und ja, natürlich haben auch wir in unserer Epoche so unsere Probleme und Sorgen. Auch wir stehen, wie alle anderen bisher auch, vor großen Herausforderungen, die es zu lösen gilt. Und um diese Herausforderungen zu meistern und Lösungen zu finden, müssen wir uns naturbedingt auch mit den Problemen befassen. Das bedeutet aber nicht, dass sich unser ganzen Denken, Handeln und Sein nur um diese negativen und destruktiven Dinge im Leben drehen darf.

Neben all den Problemen, Ängsten, Nöten und Herausforderung, die uns unser Leben stellt, und deren Lösung wir uns unermüdlich annehmen sollten, ist es dennoch von essenzieller Wichtigkeit, ein gutes Leben zu führen. Es ist wichtig, dass wir immer wieder inne halten und uns eine Auszeit nehmen, um wieder zu uns zu finden. Um wieder durch zu atmen und Ballast abzuwerfen. Um die Seele baumeln zu lassen und neue Energie und Motivation für die Bewältigung der nächsten Herausforderungen in unserem Leben und der Welt zu sammeln.

Was auf den ersten Blick vielleicht egoistisch anmuten mag, wenn man sich „nur“ um sich kümmert, ist es nicht. Wir können nur etwas leisten und eine Bereicherung für unser Familie und die Welt sein, wenn wir selbst genügend Kraft, Motivation und Energie haben, um auch etwas zu tun. Was bringen die schönsten Gedanken daran, der Menschheit etwas zurück zu geben, wenn man träge und antriebslos auf der Couch liegt und nicht in die Gänge kommt? Wie sollen wir anderen helfen und die Welt zu einem besseren Ort machen, wenn wir selbst uns schwer tun, einen Sinn oder genügend Antrieb zu finden, um überhaupt erst anzufangen?

Also sollten wir uns von Zeit zu Zeit losmachen von der ganzen Hektik des Alltags und versuchen, wieder in die Spur zu kommen. Versuchen, uns selbst zu finden und eine gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung herzustellen.

Nur, das ist oft gar nicht so einfach, wie man denken möchte. Viele von uns haben völlig verlernt (oder haben es noch nie gelernt) wie man sich wirklich tiefgreifend entspannen kann. Wie man es schafft, endlich einmal – und sei es nur vorübergehende – völlig zur Ruhe zu kommen. Wie es sich anfühlt, wenn Körper, Geist und Seele allen Ballast abwerfen und in einen Zustand übergehen, der sich so grundlegend von unser „normalen“ Verfassung unterscheidet.

Schauen wir uns einfach einmal ein paar Ideen an, die uns dabei helfen, unserer Seele etwas Gutes zu tun.

Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen

Nachrichten & Co meiden

Die absolut wichtigste Grundvoraussetzung überhaupt!
Und die einfachste Übung noch dazu – dafür brauchen wir noch nicht einmal etwas zu tun. Einfaches Weglassen genügt schon (und spart uns sogar noch Geld).
Wenn wir uns in ein halbwegs vernünftiges seelisches Gleichgewicht bringen möchten, müssen wir uns darüber im Klaren sein, woher der größte Teil unserer Ängste, Sorgen und Unsicherheiten kommt. Und die kommen eben NICHT von den tatsächlich bestehenden Bedrohungen, sondern schlicht daher, dass wir uns permanent nur damit befassen, was alles schlecht ist und was uns alles um unser Geld und unser Leben bringen will.

Wenn wir uns Tag ein Tag aus und von früh bis spät in den eindrucksvollsten Bildern und reißerischsten Schlagzeilen darüber „informieren“ lassen, welche grauenhaften Dinge rund um uns geschehen, und was alles passieren kann, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir auf Dauer völlig irre im Oberstübchen werden! Es sollte einleuchten, dass das nicht gesund ist.

Vielleicht hilft ein kleines Bild, das zu verdeutlichen:
Wenn Du da sitzt und frierst, obwohl Du schon 2 Liter Ingwer-Tee getrunken, Dir 2 Schals umgewickelt und 3 Hauben aufgesetzt hast, dabei aber die ganze Zeit Deine nackten Füße in einem Kübel mit kaltem Wasser stehen hast, wird das wohl eher nichts mehr werden mit einer wohligen Wärme. Solange deine Füße kalt sind, kannst Du den Rest aufwärmen, wie Du willst – Dir bleibt kalt. Ist einleuchtend, oder?

Der Zusammenhang in diesem Bild ist so klar, dass er schon fast weh tut – aber trotzdem begreifen wir das absolut gleiche Prinzip nicht, wenn es um Nachrichten und ähnliche „unabhängige“ Informationsströmen geht.

Es ist doch ganz einfach:
Solange Du Dir jeden Tag mehrmals anhörst, dass die Welt im Terror versinkt, wirst Du (bewusst oder unbewusst) Angst davor haben.
Solange Du Dir jeden Tag mehrmals anhörst, dass Russland das Reich des Bösen ist und die USA die Heilsbringer schlechthin sind, wirst Du das (bewusst oder unbewusst) irgendwann glauben.
Diese Beispiele ließen sich beliebig erweitern, aber ich denke, Du weißt, was gemeint ist.

Ein letztes Bild möchte ich aber noch erwähnen, um uns wieder ins Gedächtnis zu rufen, wie wir so ticken:
Wenn Du zum Arzt gehst und der bei Dir Krebs diagnostiziert, gepaart mit der unsäglichen Aussage „Sie haben noch 3 Monate zu leben!“, weißt Du, was Dein Immunsystem dann macht? Genau in diesem Moment?
Es schaltet ab! Kein Scherz.
In dem Moment, wo wir erfahren, dass wir sterben werden (und es auch glauben), setzt unser Unterbewusstsein alles daran, das auch zu verwirklichen und fährt schon mal das Immunsystem herunter.

Das mag für den noch nicht erwachten und systemhörigen Zeitungs-Leser vermutlich unglaublich oder gar esoterisch anmuten. Das ändert aber nichts daran. Nur weil wir etwas nicht verstehen, bedeutet das doch nicht, dass es nicht stimmt (oder verstehst Du, wie Elektrizität wirklich funktioniert?)

Zu diesem Thema gibt es ja schon einen Artikel („Meide Mainstream-Medien“), das ist aber so essentiell und grundlegend, dass es hier noch einmal besprochen werden darf.

Sobald wir uns des mehr als zerstörerischen Einfluss solcher Panik-Mache entziehen, haben wir schon einen großen und stabilen Grundstein für unser Seelenheil gelegt, auf dem wir weiter aufbauen können, um (wieder) freudig und entspannt unserer Zukunft entgegen zu sehen.

Dankbar sein

Eine wunderbare und einfache Sache ist es, wenn wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, wie gut es uns in den meisten Bereichen unseres Lebens geht und wie unglaublich viele Dinge es gibt, für die wir dankbar sein können. Am einfachsten geht das, wenn Du Dir ein Heft oder Notizbuch zulegst und dort jeden Tag ein paar Dinge notierst, wofür Du dankbar bist. Und dabei spielt es keine Rolle, ob das große oder kleine Dinge sind, für die Du Dich bedanken möchtest. Ganz einfache Dinge, die wir für selbstverständlich halten, sind es eigentlich nicht. So ist es keine Selbstverständlichkeit, dass wir in einem so großen Wohlstand leben dürfen. Oder dass wir das Privileg haben, unsere Kinder in Frieden aufwachsen sehen zu können. Oder dass wir zwei gesunde Arme und Beine haben, Augen und Ohren. Oder all die anderen Vorzüge in unserem Leben, die erst dann von Bedeutung zu sein scheinen oder uns bewusst werden, wenn wir sie nicht mehr haben.

Halte regelmäßig inne und sei dankbar für all das Schöne und Gute in Deinem Leben. Mach das regelmäßig (für die meisten von uns hat es sich bewährt, das gleich in der Früh, vielleicht bei einer gemütlichen Tasse Tee, zu machen – so startest Du gleich ganz anders in Deine Tage) und Deine Einstellung, Deine Emotionen und Dein Leben werden sich nach und nach grundlegend zum Positiven hin verändern.

Und, weil das ein so wichtiges Thema ist, das uns wie wenig anderes mit so wenig „Aufwand“ so unglaublich viel geben und bereichern kann, gibt es dafür auch eine eigene #ifwv: „Sei dankbar“.

Lesen, lesen, lesen

Eine weitere gute Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und alles ein wenig langsamer anzugehen, ist das Lesen. Und damit sind Bücher oder ähnliche „lange“ Texte gemeint. Also Texte, die auch genug Inhalt bieten, dass man sich länger als fünf Sekunden mit einem Thema auseinander setzt. Facebook-Post und Twitter-Nachrichten zu lesen ist damit also nicht gemeint.

Im Gegensatz zu Filmen, Serien, Computer-Spielen, Comics und anderen kurzweiligen Ablenkungen, bietet uns das Lesen die Gelegenheit, unsere Vorstellungskraft und Phantasie einzusetzen um die beschriebenen Orte, Situationen und Personen bildlich vor unserem geistigen Auge entstehen zu lassen. Es fördert unsere Kreativität und regt das Gehirn an.

Daneben haben wir mit dem Lesen ein wunderbares Instrument zur Hand, mit dem wir und weiter bilden und einen großen Beitrag zu unserer weiteren persönlichen Entwicklung leisten können. Wir können Bücher über alle möglichen Themen lesen und so unser Wissen, unsere Motivation und unser Verständnis für die Welt und die Dinge in ihr erweitern.

Auch das Lesen ist es eine so gute Idee und wichtige Sache, dass es dafür eine eigene #ifwv gibt: „Lesen, lesen, lesen“ (in Arbeit)

Geben

Von klein an wird uns unser ganzes Leben lang eingeredet, dass wir nur glücklich und zufrieden sein können, wenn wir konsumieren und Besitz haben. Ganz egal, wie viel wir haben, es muss auf jeden Fall MEHR sein. Und da „mehr“ ein unerreichbares Ziel ist, sind wir immer unzufrieden.

Unterschwellig haben viele von uns das Gefühl, dass wir in einer Welt des Nehmens leben. Während die einen gierig und selbstsüchtig alles an sich reißen, das nicht schnell genug fliehen kann, kommen die anderen nicht mehr hinterher und sind ständig nur am verlieren. Zumindest fühlt es sich oft so an. Wir haben also das Gefühl, dass nur diejenigen etwas haben und erreichen, die anderen etwas weg nehmen.

Eine kleine „Milchmädchen-Rechnung“

Wenn in einer Gruppe jeder jeweils einem anderen 1,- weg nimmt, hat jeder einzelne dann je 1,- mehr und gleichzeitig 1,- weniger (der ihm von einem anderen weg genommen wurde). Ein Nullsummenspiel also. Aber mit welchem Gefühl? Einerseits hätte jeder (oder zumindest die noch nicht vollends Abgestumpften) ein schlechtes Gewissen, jemand anderem etwas weg genommen zu haben. Gleichzeitig erlebt aber jeder den sicheren Frust und Ärger, dass ihm etwas weg genommen wurde.

Was wäre, wenn man den Spieß umdreht und jeder von sich aus jeweils 1,- einem anderen geben würde? Das wäre dann ebenso ein Nullsummenspiel. Aber mit ganz anderen mentalen und emotionalen Begleiterscheinungen. Zum Einen müsste niemand ein schlechtes Gewissen haben, weil er einem anderen etwas weg genommen hat. Außerdem würde diese negative Emotion nicht nur ersetzt sondern auch noch übertrumpft mit der Freude, etwas bekommen zu haben. Und ganz nebenbei tut jeder etwas Gutes, indem er einem anderen 1,- schenkt.

Schon klar, das klingt total weltfremd und eigentlich auch sinnlos – aber es verdeutlicht trotzdem das Prinzip sehr gut. Beziehungsweise den Unterschied zwischen Nehmen und Geben. Wie wir gesehen haben, macht es, was den Besitz angeht, keinerlei Unterschied, ob alle jeweils 1,- NEHMEN oder GEBEN. Am Ende hat jeder das gleiche. Aber was die Gefühle und die Emotionen belangt, liegen dazwischen Welten – wenn nicht Universen!

Nach diesem kleinen Exkurs, schauen wir uns einmal an, was Geben leisten kann und warum es nicht nur denen, denen wir etwas schenken, sondern auch uns selbst enorme Dienste leisten kann.

Wenn Du etwas von Deinem Wohlstand abgibst (und sei es noch so wenig) und damit jemandem, dem es nicht so gut geht wie Dir hilfst, ist das ein wunderbares Gefühl. Du fühlst, dass Du etwas Gutes getan hast, dass Du einem anderen geholfen hast und das ist wie ein Schal für unsere Seele, in den sie sich einkuscheln kann. Du hast mit Deiner selbstlosen Tat etwas Gutes in der Welt bewegt und anderen geholfen.

Und dabei geht es in erster Linie NICHT um die Menge, die Du geben kannst oder willst! Das ist ganz wichtig, dass wir das verstehen. Nicht die Größe unserer Spende an andere (sei es Geld, Zeit, oder sonst etwas) ist von Relevanz, sondern das Geben an und für sich. Alleine der Akt des Gebens, einem anderen etwas zukommen zu lassen, das dieser nicht erwartet und zu dem wir nicht gezwungen sind, ist das eigentliche Geschenk – an die Welt und an uns selbst). Wir erkennen, wie gut es uns in Wirklichkeit geht und dass wir genug haben, um anderen, denen es schlechter geht als uns, zu helfen und sie zu unterstützen.

Leider ist das von Herzen Geben etwas, das wir in unserer leider all zu oft von ausuferndem Konsum, Egoismus und Raubtier-Kapitalismus stark geprägten Welt nur all zu gerne unter geht. Wir haben alle so viel um die Ohren, dass wir viel zu selten daran denken, etwas abzugeben, das anderen hilft. Selbst wenn wir uns einmal dazu entschlossen haben, anderen unaufgefordert etwas Gutes zu tun, verschwindet es oft in unserem hektischen Alltag hinter all den (meist nur vermeintlich) ach so wichtigen Dingen.

Eine gute Idee ist es daher, sich einmal in Ruhe zu überlegen, wie viel man geben kann und will, und das dann regelmäßig zu tun. Lies dazu unbedingt auch die #ifwv „Gib fünf!“, wo wir uns eingehender mit diesem Thema beschäftigen. Es wird Dir eine neue Sicht der Dinge vermitteln und Dich ein gutes Stück weiter bringen bei deiner persönlichen Entwicklung und der schrittweisen Veränderung der Welt.

Was das ganze nun mit Entspannung und Ruhe zu tun hat? Probier es aus und Du wirst sehen, welche enorme Wirkung das auf Deine innere Welt und auf Deine Gefühle haben wird. Du wirst sehen, dass die meisten unsere alltäglichen Probleme, die wir so wichtig nehmen und die uns so übermächtig erscheinen, in vielen Fällen geradezu lächerlich marginal sind, dass sie sich nur so gewaltig anfühlen, weil sie so „laut“ sind wir uns nicht wirklich um eine grundlegende Lösung bemühen (die in vielen Fällen näher liegt, als wir uns vorstellen können).

Und wenn Du die #ifwv „Gib fünf“ beherzigst und danach handelst, wird folgendes passieren:
Durch das regelmäßige Geben musst Du Dir ja Gedanken darüber machen, wem Du Deine Spende zukommen lassen willst. Das bedingt natürlich, dass Du Dich informierst und ein wenig recherchierst, was es da draußen so alles an Vereinen, Organisationen und Menschen gibt, die sich der jeweiligen Herausforderungen annehmen, und welche großartigen Projekte überall auf der Welt umgesetzt werden. Ganz nach Deinen individuellen Werten und Gefühlen, beschäftigst Du Dich also bei der Suche nach „würdigen Empfängern“ mit bestimmten Themen – sei das Umwelt- oder Tierschutz, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, den „Kampf gegen den Hunger“*, die (lange schon überfällige) Reformierung unsere Bildungssystems, die Unterstützung von Menschen nach Katastrophen, oder was auch immer für Dich wichtige Bereiche sind.

*warum es weniger zielführend ist, GEGEN etwas zu sein, siehst Du in der #ifwv „Sei DAFÜR statt DAGEGEN!“

Anhand Deiner Recherche entscheidest Du dann, wem Du etwas gibst, welcher Bereich beziehungsweise welche Organisation eine Spende von Dir erhält. Und das hat einen enormen Einfluss auf Dich und Deine Seele. Warum? Weil Du neben all den negativen Nach-richten, die uns permanent um die Ohren geschlagen werden, nun eine andere Seite kennen lernst. Weil Du durch Deine Recherchen plötzlich mit Bereichen in Berührung kommst, die Du bisher nicht gekannt hast. Du findest auf diesem Weg Menschen, Gruppen und Projekte, von denen Du zuvor noch nie gehört hast und auch nie etwas gehört hättest – denn diese positiven Bewegungen und Projekte wirst Du in keiner Zeitung und keiner Nachrichtensendung je zu sehen oder hören bekommen (damit lässt sich schließlich kein Geld verdienen). Daher ist es auch so wichtig, diese ganze negative Beeinflussung bewusst zu unterbinden, wie wir ja bei der #ifwv „Meide Mainstream-Medien“ gesehene haben.

Der langen Rede kurzer Sinn: wenn Du aus Überzeugung und regelmäßig gibst, hat das vielfältige Auswirkungen – nicht nur auf die Empfänger Deiner Spenden (ob Geld, Zeit oder sonst etwas) sondern auch ganz erheblich auf Dich und Dein Seelenwohl. Beschäftige Dich mit dem Geben und Du wirst überrascht sein, welch wunderbare Änderungen sich in Deinem Leben auftun werden!

Meditieren

Wenn wir schon darüber nachdenken, wie wir unserer Seele ein wenig Ruhe gönnen können, dann darf die Meditation natürlich nicht fehlen. Zwar hat sie in unserer Region traditionell keinen so hohen Stellenwert wie beispielsweise im Osten, aber das ändert sich zusehends. Immer mehr Studien befassen sich damit und mit den Auswirkungen des Meditierens auf Körper, Geist und Seele. Wenn Du Dich diesbezüglich ein wenig im Internet umsiehst, wirst Du erstaunt sein, was ein wenig „in sich gehen und fokussieren“ bewirken kann.

An dieser Stelle wollen wir dieses Thema nicht all zu eingehende betrachten; dazu wird es bald eine eigene #ifwv geben, wo wir uns eingehender damit befassen und uns ansehen, warum die Meditation ein so wertvolles Instrument zu innerem Frieden und Balance ist und wie sehr sie unser Leben bereichern kann.

Dennoch wollen wir uns kurz anschauen, wie einfach es ist, meditieren zu „lernen“. Das ist eigentlich schon fast hochtrabend formuliert, da man sich dazu im Grund ja nichts Neues aneignen muss, sondern nur das zu nutzen braucht, das jeder von uns von Geburt an in sich trägt. Die schlichte Konzentration auf eine Sache, los gelöst von anderen Gedanken, Gefühlen oder Empfindungen. Jedem von uns ist es schon einmal so ergangen, dass wir so in eine Sache vertieft waren, dass wir rund um uns nichts mehr wahrgenommen haben, dass wir völlig frei im Kopf waren und uns nicht, wie sonst den ganzen Tag, tausende Gedanken durchs Hirn flattern. Das kann passieren, wenn man zeichnet, malt, spazieren geht oder liest – Situationen, in denen wir so vertieft in etwas sind, dass wir oft nicht einmal hören, wenn uns jemand anspricht oder nicht bemerken, dass uns kalt oder warm wird. Dir fallen da sicher noch ein paar Gelegenheiten in, in denen Du völlig „weg gedriftet“ bist, rund um Dich nichts mehr wahr genommen hast und auch völlig „leer“ im Kopf warst.

In der Regeln fühlen wir uns nach solch einer „Auszeit“ völlig anders als sonst. Wir sind gelöst, entspannt und zufrieden. Wir sind, wenn wir aus solch einer Trance wieder an die Oberfläche kommen, wie neu geboren und voller Energie, sind motiviert und glücklich.

Bei der Meditation tun wir nichts anderes, als diese Gefühle und Empfindungen absichtlich und gezielt auszulösen, indem wir uns frei machen von all den Sorgen, Ängsten und Nöten und dem ganzen Stress und der Hektik, die uns Tag ein Tag aus unsere Energie aussagen, bis wir uns wie ein Zombie fühlen und nur noch auf die Couch fallen können. Wir stellen also den Zustand der entspannten Fokussierung absichtlich her – nur noch etwas tiefgreifender, indem wir an gar nichts anderes mehr denken.

Das ist, zugegeben, am Anfang eine Herausforderung für die meisten von uns. Alleine schon der Versuch, einmal fünf Minuten da zu sitzen und nichts zu TUN, überfordert die meisten von uns. Sind wir es doch gewohnt, permanent etwas zu tun, etwas aufzunehmen (TV, Radio, und dergleichen mehr) oder uns über irgendetwas Gedanken (oder Sorgen) zu machen. Einmal gar nichts zu tun und an nichts zu denken stellt quasi einen Kulturschock für uns dar. Und das, obwohl wir es hin und wieder von alleine tun, es uns aber nicht bewusst ist.

Jedenfalls gibt es kaum etwas, das wir für uns (und damit in weiterer Folge auch für andere) „tun“ können um uns in ein gewisses Gleichgewicht zu bringen und die Harmonie in unserem leben (wieder) herzustellen, als regelmäßig zu meditieren.

Aber, wie geht das denn nun? Was muss ich tun?
Wenn wir uns ein wenig im Netz umschauen, finden wir sprichwörtlich abertausende Seiten, Texte und Artikel, die sich mit dem Thema beschäftigen – und je mehr wir uns damit auseinander setzen, je mehr wir darüber lesen, desto deutlicher wird, worauf alles hinausläuft: sich auf EINE Sache konzentrieren und alles andere ausblenden. Das ist eigentlich schon das ganze Geheimnis.

Zugegeben, wie gerade angesprochen ist das für die meisten von uns zunächst einmal gar nicht so einfach. Das aber eben nur, weil wir es nicht gewohnt sind und noch keine bewussten(!) Erfahrungen damit gemacht hat, was es mit uns macht, wenn wir regelmäßig meditieren. Die einfachste und wirkungsvollste Methode (und darin sind sich de facto alle Quellen einig) ist so schlicht und schnörkellos, dass man es nicht glauben möchte:

Setze oder lege Dich entspannt hin, achte darauf, dass Deine Wirbelsäule gerade ist und Du gut und frei atmen kannst.
Schließe die Augen und BEOBACHTE Deinen Atem.
Konzentriere und fokussiere Dich ausschließlich auf das BEOBACHTEN Deines Atems – ohne ihn beeinflussen zu wollen.
Lass alle anderen Gedanken unbeachtet vorüber ziehen.
Das war‘s auch schon.
Dazu braucht Du keinen Trainer, kein Fitnessstudio und kein (teures) Zubehör.

Das ist so dermaßen einfach und simpel, dass wir davor zurück schrecken, es überhaupt erst zu versuchen. Was so unspektakulär ist, kann einfach keine nennenswerte Wirkung haben. Aber das ist ein großer Irrtum! Nicht umsonst ist die Meditation seit Jahrtausenden fixer Bestandteil unzähliger Kulturen.

Also, denk‘ nicht zu viel darüber nach, ob und wie es wirken könnte. Tu es einfach! Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, entspanne Dich und beobachte einfach Deinen Atem. 3-5 Minuten reichen für den Anfang vollauf. Das Wichtigste daran ist, dass Du es regelmäßig machst. Also, einmal ausprobieren und dann irgendwelche Wunder erwarten, wird natürlich nicht funktionieren. Wenn Du Dir aber angewöhnst, beständig jeden Tag ein paar Minuten zu meditieren, wirst Du mit der Zeit sehr viel ruhiger, gelassener und unempfindlicher für die mannigfaltigen Störimpulse rund um uns herum. Du wirst eine fabelhafte Erfahrung machen – lass‘ Dich darauf ein!

Soviel mal für diesmal zu diesem Thema – wie gesagt, wird es dazu sicher bald eine eigene #ifwv geben, wo wir uns genauer ansehen, was genau Meditation ist und was sie bewirkt, und warum sie ein so hervorragendes Werkzeug auf unserem Weg der Weiterentwicklung und Veränderung von uns selbst und der Welt ist.

Komm‘ zur Ruhe – wie auch immer

Abschließend möchte ich Dich noch einmal dazu ermutigen, Dich öfters damit auseinander zu setzen, was Du für Dich tun kannst, um Dein Leben zumindest teilweise vor der Hektik und dem ganzen Stress, die unser Leben oft zu erdrücken scheinen, zu befreien. Vielleicht sind einige der oben beschriebenen Werkzeuge für Dich passend, um Deiner Seele etwas Ruhe, Entspannung und Frieden zurückzugeben. Oder Du findest andere Wege, um dieses Ziel zu erreichen. Anregungen und Ideen dazu gibt es überall zu Hauff, Du musst nur bereit dafür sein, sie auch zu sehen. Wer suchet, der findet! 😉

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du die Möglichkeiten, die Dir zur Verfügung stehen, erkennst und nutzt und damit Dein Leben einfacher, schöner, harmonischer und glücklicher zu machen. Denn nur, wenn es Dir gut geht, hast Du auch die Motivation, die Kraft und Freude daran, die Welt, in der wir leben, ein Stückchen besser zu machen, als sie jetzt schon ist. Für Dich, für Deine Familie und für alle anderen.

Und, denk‘ immer daran:

Nur WIR können die Welt verändern!

Dein Viosimo

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