#ifwv 057
Schreibe (D)ein Journal!

Das „Geheimnis des Erfolgs“ (egal in welchem Bereich)!
Gibt es das?
Oder ist es nicht vor allem eine entsprechende Geisteshaltung und der eine oder andere „Trick“?
Vielleicht.
Einer dieser Tricks könnte (D)ein Journal sein.
Weltveränderer wissen das! 🙂


Was haben die ganz Großen und Erfolgreichen von einst und heute gemeinsam?
Was verbindet die „Macher“ von früher (wie Albert Einstein, Henry Ford, Leonardo da Vinci, Benjamin Franklin , …) und heute (wie Arnold Schwarzenegger, Bodo Schäfer, Elon Musk, Tony Robbins, Jeff Bezos, …)?

Gibt es da vielleicht ein „streng vertrauliches und peinlich gehütetes Geheimnis“, das die Erfolgreichen von den „Normalsterblichen“ unterscheidet.
Etwas, das den Unterschied zwischen Erfolg und Versagen ausmacht?
Einiges deutet darauf hin (also, dass es da etwas Besonderes gibt – nicht, dass es wirklich ein Geheimnis wäre).
Lasse Dich überraschen, wie simpel es sein kann!
***

Was die können, …

Zugegeben, ich kann die oben angeführte Behauptung über die Größen der Vergangenheit und der Gegenwart nicht mit gutem Gewissen garantieren. Die Erstgenannten kann ich nicht mehr fragen (zumindest nicht ohne die Hilfe eines Mediums), die Zweitgenannten kennen mich vermutlich gar nicht und haben mit ziemlicher Sicherheit auch besseres zu tun, als mit einem Affen zu reden. 😉

Aber diese Namen tauchen in vielen Büchern und Artikeln, die unser heutiges Thema betreffen, immer wieder auf. Also gehen wir einfach einmal davon aus, dass dem auch so war und ist. Tut ja eigentlich auch nicht wirklich etwas zur Sache, wer aller etwas bestimmtes gemacht hat oder nicht. Entscheidend ist letztlich doch nur, ob es funktioniert und ob wir einen Nutzen daraus ziehen können. Ob es also uns und die Welt positiv beeinflussen und letztlich besser machen kann, oder?

Ich jedenfalls bin davon überzeugt, dass uns das hier vorgestellte Werkzeug sehr von Nutzen sein kann und dass jeder, der es für sich entdeckt, viele positive Effekte feststellen und sein Leben bereichern wird. Worum geht‘s also genau?

Das Journal

In den meisten Fällen wird von einem „Erfolgsjournal“ gesprochen und geschrieben. Und in der Regel taucht es immer im Kontext des finanziellen Erfolges auf. In so gut wie jedem Buch, Blog oder Seminar, das sich mit den Themen Reichtum und wirtschaftlichem oder finanziellem Erfolg beschäftigt, kommt es irgendwann vor.

Meiner Meinung nach ist das aber bei weitem zu eng gefasst. Denn schließlich gibt es noch wesentlich mehr Dinge in unserem Leben, die erstrebenswert und wichtig sind, außer (nur) Reichtum und Geld. Wenn Du meine #ifwv verfolgst, kennst Du meine Einstellung dazu ja sicherlich. Geld ist schön und wichtig und natürlich ist das Leben um einiges leichter und komfortabler, wenn man „flüssig“ ist. Es ist aber eben nur ein Werkzeug und kein Selbstzweck (zumindest sollte es das sein). Geld ist also weder schlecht und verdirbt den Charakter noch ist es der Heilsbringer schlechthin. Die Wahrheit liegt, wie bei allem anderen auch, in der Mitte. Geld ist nur eine Idee – was wir daraus machen und wie wir es einsetzen, liegt ganz alleine in unserer Hand. Du kannst Damit Waffen kaufen oder Brot für die Bedürftigen. Um das mal ein wenig salopp auszudrücken.

Jedenfalls ist es sicherlich hilfreich, wenn man sich diesem Thema zuwendet und sich mit einem Erfolgsjournal anfreundet, will man sich finanzielle Freiheit oder Reichtum aufbauen. Das soll hier aber nicht das Thema sein (dafür gibt es sehr viel schlauere und besser geeignete Leute, die Dir so etwas beibringen können. Wie etwa Bodo Schäfer, der diesbezüglich sehr authentisch rüber kommt und nicht wie ein „gieriger Raubtier-Kapitalist“ wirkt). Unabhängig von den Möglichkeiten, die uns ein Erfolgsjournal im finanziellen Bereich bietet, lässt es sich nämlich auch für jeden anderen Bereich unseres Lebens einsetzen und zum großen Nutzen für unsere persönliche Entwicklung verwenden.

Bevor wir uns eingehender damit beschäftigen, in welchen Bereichen es uns positiv beeinflussen kann und welch großartigen Nutzen es uns bringen kann und wird (Du wirst erstaunt sein!), schauen wir uns noch kurz an, WAS GENAU dieses Journal eigentlich ist, und ob das Ganze schwierig, kompliziert oder sonst wie anstrengend sein wird. Außerdem überlegen wir uns noch, was da alles rein gehört beziehungsweise welche Themen und Bereiche wir damit bedienen können.

Was ist das Journal?

Einfach ausgedrückt ist Dein Journal nichts anderes, als eine regelmäßige(!!) Niederschrift und Wiederholung der für Dich und Dein Leben wichtigen Dinge. Wie oben schon gesagt, wird es vor allem in Bezug auf finanziellen Erfolg und das Erlangen von Reichtum eingesetzt und empfohlen, das ist aber natürlich bei Weitem nicht der einzige Bereich, in dem es seine faszinierenden Qualität ausspielen kann. Und so wunderbar es beim Geld verdienen funktioniert, so erfolgversprechend können wir es im Allgemeinen für uns und unsere Weiterentwicklung nutzen.

Was soll da alles rein?

Das ist letztlich natürlich Deine ganz persönliche und individuelle Entscheidung und es gibt hier auch kein richtig und kein falsch. Also zumindest nicht im fest einzementierten Sinn. Dass es auch nach hinten los gehen kann, wenn Du es „falsch herum“ verwendest, sollte man eigentlich nicht extra sagen müssen, aber ich sag‘s trotzdem (sicher ist sicher). So wie es bei der Autosuggestion keine gute Idee ist, Dir negative Affirmationen ins Hirn zu hämmern, so gilt das Gleich natürlich auch hier. Wir wollen uns die faszinierende Kraft und die schier unendlichen Möglichkeiten des Journals ja zu Eigen machen, um uns in positiver Weise weiterzuentwickeln, und nicht um unsere negativen Gewohnheiten, Glaubenssätze und Überzeugungen noch extra anzufeuern. Aber ich denke, das ist ohnehin klar.

Was kannst Du also alles in Dein Journal schreiben? Das ist, wie gesagt, ganz individuell, aber damit Du (zumindest für den Anfang) nicht ganz alleine auf weiter Flur wandeln musst, möchte ich Dir ein paar Möglichkeiten nennen, die auch ich nutze.

Ich schreibe in mein Journal hinein, was mir gestern gut gelungen ist und worauf ich stolz bin (auch und vor allem kleine Erfolge). Das ist die Idee und der Kern eines „Erfolgsjournals“, wie Du es vielerorts beschrieben finden wirst. Daneben schreibe ich da auch jeden Tag einige Punkte hinein, für die ich dankbar sein kann und bin (schau‘ Dir dazu auch die #ifwv „Sei Dankbar!“ an). Zu guter Letzt schreibe ich jeden Tag meine wichtigsten Affirmationen auf.

Das sind aber, wie gesagt, nur die Inhalte für mein ganz persönliches Journal. Was Du da rein schreibst und welche Themen Du darin behandeln willst, ist natürlich voll und ganz Deine Sache – wobei ich dringendst dazu raten würde, die ersten zwei (Erfolge und Danke) in jedem Fall zu verwenden! Warum das so wichtig ist, erzähle ich Dir weiter unten, wenn wir uns anschauen, welche Effekte Dein Journal auf Dich haben wird, und welchen Nutzen Du daraus ziehen wirst.

Hier noch ein paar Ideen, welche Themen auch gute in Dein Journal passen könnten (der Vollständigkeit halber schreibe ich meine von oben auch nochmal dazu):

  • Was habe ich heute gut gemacht?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Welche sind meine wichtigsten Ziele?
  • Was habe ich heute gelernt?
  • Was hat mich heute glücklich gemacht?
  • Wie konnte ich heute jemandem helfen?
  • Was wünsche ich mir am meisten?
  • Welche tollen Ideen habe ich heute gehabt?
  • ….. vielleicht fällt Dir etwas Passendes ein …

Jetzt wollen wir uns anschauen, was das ALLER WICHTIGSTE dabei ist, wenn Du Dein Journal schreibst und Dich damit beschäftigst.

KISS KISP

„Keep It Simple, Stupid“ (Halte es einfach, Dummkopf) – das hast Du sicher schon das eine oder andere Mal irgendwo gelesen oder gehört. Unverschämt und kreativ wie ich nun mal bin, habe ich das kurzerhand umgedichtet und daraus „Keep It Simple and Positive“ gemacht.

Keep it simple, stupid!

Clarence Johnson

Und damit sind wir schon bei den zwei wichtigsten Punkte, die Du bei Deinem Journal beachten solltest:

Halte es einfach und simpel! Es ist nicht notwendig, daraus eine Wissenschaft oder es kompliziert zu machen. Ganz im Gegenteil, das würde Dich nur hemmen und den Sinn der ganzen Sache ad absurdum führen. Es würde Dein Journal nicht nur nicht unterstützen, sondern es sogar negativ beeinträchtigen. Also gehe es locker und entspannt an. Wenn Du Dich damit auseinander gesetzt hast, wie es funktioniert und was es Dir bringen wird, findest Du den richtigen Weg schon ganz von alleine.

Das Geniale an der Sache ist ja gerade eben, dass es so einfach ist und jeder es einsetzen kann, um sein Leben damit zu verbessern (damit er dann die Kraft, das Interesse und das Engagement hat, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, als sie jetzt schon ist).

Das wird aber vermutlich auch der Grund dafür sein, dass sich unser Gehirn anfangs gegen solch eine Idee wehren wird. Was so einfach ist, kann nicht funktionieren. Das sind einfach Glaubenssätze, denen wir oft ausgesetzt sind und die sich in Folge dessen ganz tief in unser Hirn einbrennen. Vergiss solche wenig zielführenden Überlegungen. Es ist wirklich so einfach. Und es funktioniert wunderbar!

Der zweite essenzielle Punkt ist, dass Du es unbedingt positiv halten musst(!). Ja, das steht MUSST. Und wenn Du meine #ifwv kennst, weißt Du, dass ich solche Worte nicht gerne in den Mund nehme. Aber hier ist es eine Grundvoraussetzung, damit Dein Journal funktionieren kann. Das Ganze macht überhaupt keinen Sinn, wenn Du es dazu nutzt, Dir Deine Schwächen, Misserfolge und Fehler noch weiter zu vergegenwärtigen und vorzuhalten. Es geht ja eben gerade darum, Dich mit Deinem Journal positiv zu beeinflussen und die guten Dinge in Deinem Leben zu fördern. Indem Du Dich eben auf Deine Erfolge, Stärken und Deine Dankbarkeit konzentrierst – und sie damit immer leichter in Dein Leben ziehst. Leider gibt es viele Erfolgsjournale zu kaufen, wo solche kontraproduktiven Dinge drinnen stehen wie „Welche Fehler habe ich heute gemacht?“ oder „Was hätte ich besser machen können?“ und ähnliche Texte und Fragen. Das geht in die komplett falsche Richtung. Pass hier also bitte auf, dass Du bei den positiven Dingen und Formulierungen bleibst, um diesen Input zu stärken. Du sollst hieraus ja einen Nutzen ziehen und Dir nicht das Leben schwer machen. Also immer dran denken – positiv formulieren. Bodo Schäfer nennt das auch „positives Erinnerungs-Management“.

Billig, teuer oder umsonst?

Apropos kaufen. Wenn Du im Netz nach dem Begriff Erfolgsjournal suchst, wirst Du vor allem zweierlei finden. Erstens eine schier unüberschaubare Zahl von Blog-Artikeln und Ähnlichem, die dieses Thema behandeln. Und zweitens, eine ebenso erstaunlich große Menge an fertigen Erfolgsjournalen, die Du kaufen kannst (und die sind teilweise nicht gerade günstig). In der Regeln werden zweitere in ersterem wortstark beworben. 😉

Die gute Nachricht: es ist absolut nicht nötig, dafür Geld auszugeben! Ich persönlich bin sogar der Meinung, dass solche vorgefertigten Journale eher hinderlich sind, da sie Dir wieder ein bestimmtes Muster vorgeben, das Du einzuhalten hast. Das bremst nicht nur Deine eigenen kreativen Fähigkeiten, sondern kann Dich unter Umständen auch stressen. Wenn da drinnen dann Bereiche stehen, die Dich (im Moment) weniger tangiere, hast Du entweder Lücken und leere Stellen in Deinem Journal (was unserem Gehirn nicht gefällt) oder Du füllst auch diese Bereiche aus, das aber mit weniger Motivation oder aus „Pflichtbewusstsein“ heraus. Beides wirkt sich aber negativ auf Dich und Dein Journal aus.

Umgekehrt steckst Du aber auch in einem Käfig aus vorgegebenen Bereichen, die Dich daran hindern, Dein ganz persönliches und individuelles Journal zu gestalten – mit genau (und nur) den Themen beziehungsweise Bereichen, die Du für Dich als wichtig und daher würdig erachtest, Platz in Deinem neuen Heiligtum zu bekommen. Du schränkst Dich damit also selbst ein.

Besser ist es, meiner bescheidenen Ansicht nach, wenn Du Dir alle Möglichkeiten offen lässt. So kannst Du zum Beispiel einmal klein beginnen, und für den Anfang erst einmal jeden Tag nur hinein schreiben, wofür Du dankbar bist. Das ist noch nicht so viel Aufwand und Du gewöhnst Dich daran, es regelmäßig zu tun und „am Ball“ zu bleiben. Je nach dem, wie Deine Ausgangssituation ist, kann das vielleicht ohnehin schon fordernd genug sein.

Das zweit wichtigste (nach der positiven Ausrichtung) ist es ja, dass Du Dein Journal regelmäßig führst! Wenn es also schon eine Herausforderung für Dich ist, Dich jeden Tag zu motivieren, dann solltest Du klein anfangen – und nicht gleich eine Stunden-Aufgabe daraus machen. Besser Du fängst ganz ganz klein an und bleibst dafür langfristig dabei, als Du gehst gleich auf 100% und schmeißt das Ding nach 5 Tagen in die Ecke.

Kaufst Du Dir also ein vorgefertigtes Buch dafür, kann es Dich entweder demotivieren, wenn Du jeden Tag nur einen kleinen Teil der abgedruckten Bereiche ausfüllst oder Dich sehr schnell überfordern, wenn Du gleich von Anfang an alles machst und Dir das dann zu viel wird.

Also, lasse Dir alle Möglichkeiten offen und verwende ein Heft oder Buch, das Dich nicht einschränkt oder in ein Korsett presst – führe Dein Journal genau so, wie DU es möchtest und wie es sich für DICH richtig anfühlt.

Es reicht ein ganz normales Heft oder Buch und ein Stift – mehr brauchst Du nicht. Natürlich kann es nicht schaden, wenn Du Deinem Journal ein besonderes „Bett“ gönnst. Ein schön gebundenes Büchlein und eine gute Füllfeder dazu. Das kann Dir helfen, Deine Motivation aufrecht zu erhalten, wenn Du mal müde bist oder sonst wie keine große Lust hast, einen Eintrag zu machen. Denn dadurch wird Dein Journal für Dein Unterbewusstsein etwas besonderes und Wertvolles. Und je schneller wir unser Unterbewusstsein auf unsere Seite ziehen, desto einfacher wird alles. Aber wie gesagt, notwendig ist es nicht. Beginne also zunächst einfach mit einem normalen Heft oder ähnlichem. Und wenn Du dann sicher bist, dass Du dabei bleibst, kannst Du Dich ja um einen schöneren Rahmen für Dein Journal umsehen.

Kommen wir nun aber zu den wunderbaren Dingen, die Dein Journal für Dich machen kann. Schauen wir uns an, welche großartigen Effekte es auf Dich und Dein Leben haben kann und wird, wenn Du diese #ifwv aufgreifst und Dein eigenes, ganz persönliches Journal zu schreiben.

Auch wenn es zum Teil unwahrscheinlich klingt oder sich die beschriebenen Auswirkungen nicht sofort zeigen – sie werden sich zeigen!

Dankbarkeit bewusst machen

Wie ja schon ein paar Mal erwähnt, ist Dein Journal eine wunderbare Möglichkeit, Dir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es schier unendlich viele Dinge gibt, die Du bereits hast, kannst und bist. Und es ist eine sehr gute Übung für Dein Glücksgefühl und Deine Zufriedenheit, wenn Du Dir diese Dinge regelmäßig ins Bewusstsein holst.

Und da gibt es buchstäblich Unmengen von Dingen, für die wir dankbar sein können. Nicht nur aber vor allem für die kleinen Dinge oder für solche, die wir als selbstverständlich erachten. Wie zum Beispiel, dass Du sehen und hören kannst. Oder dass Du gesunde Hände und Füße hast. Auch kannst Du dankbar dafür sein, dass Du in einem solch unglaublichen Wohlstand leben darfst (für den Dich gut 80% der Weltbevölkerung beneiden). Dir fällt hier sicher selbst noch eine ganze Menge dazu ein.

An dieser Stelle möchte ich dieses Thema jetzt aber nicht in voller Länge behandeln, dafür habe ich die #ifwv „Sei dankbar!“ geschrieben, welche ich Dir – besonders in diesem Zusammenhang – dringend ans Herz legen möchte.

Nur soviel: Dir jeden Tag ein paar Momente Zeit zu nehmen und Dir bewusst zu machen, wofür Du alles dankbar sein kannst, wird Dein Leben auf unvorstellbare Weise bereichern. Nutze diese einfache und wunderbare Möglichkeit!

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Francis Bacon

Selbstvertrauen stärken

Wenn Du Dich dazu entschließt, Dein Journal dazu zu nutzen, Dir Deine Erfolge des Alltags zu notieren, wird Dir das sehr viele positive Effekte bescheren. Allem voran wirst Du mit der Zeit Dein Selbstvertrauen stärken. Und das in einem Ausmaß, das man nicht glauben möchte. Zumindest wenn man sich mit solchen Dingen nicht auseinander setzt.

Die ständige Beschäftigung damit, was Du alles gute gemacht hast, was Dir gelungen ist und worauf Du stolz bist, ist ein erhebendes Gefühl. Dein Selbstwertgefühl wird dadurch gesteigert, Du wirst jeden Tag ein bisschen größer und schreitest bald mit erhobenen Hauptes durch die Welt.

Als fleißiger Leser meiner #ifwv ist Dir ja sicher nicht entgangen, dass wir uns des Öfteren darüber unterhalten, wie mächtig unser Unterbewusstsein ist. Und wie es, trotz seiner enormen Macht, dennoch extrem „dumm“ ist und sehr leicht beeinflusst werden kann. Genau diesen Umstand machen wir uns hier zunutze. Je regelmäßiger Du in Dein Journal schreibst (und dabei die richtige innere Einstellung hast und Freude empfindest), desto mehr Input gibst Du Deinem Unterbewusstsein. Und selbst, wenn es sich anfangs dagegen wehren sollte, wird es irgendwann klein beigeben und akzeptieren, dass Du recht hast.

Aus den negativen, uns bremsenden und kontraproduktiven Glaubenssätzen, die die meisten von uns ihr Leben lang herum schleppen, werden plötzlich ganz andere. Aus „Ich schaffe das nie!“ oder „Ich bin nicht gut genug!“ oder „Ich werde es nie zu was bringen!“ wird mit der Zeit „Ich kann das!“ oder „Ich schaffe das!“ oder „Ich bin gute in dem was ich tue und werde alles erreichen, was ich mir vornehme“ (um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen).

Kurz gesagt, ist Dein Journal eine ausgezeichnete Möglichkeit, Dein Selbstvertrauen zu stärken Dich von negativen Glaubenssätzen und Blockaden zu befreien.

Soweit ich das verstanden habe, ist das der Hauptgrund, warum die ganz Großen (ein paar davon habe ich ganz am Anfang ja schon erwähnt) ein eigenes Journal führen. Und deren Erfolg sollte uns als „Rechtfertigung“ oder Beweis genügen, dass wir es hier mit einer wunderbaren Sache zu tun haben.

Gewohnheiten trainieren

Wenn Du schön regelmäßig in Deinem Journal schreibst, wird daraus eine gute Gewohnheit. In meiner #ifwv „Schaffe Dir gute Gewohnheiten“ haben wir ja schon gesehen, wie machtvoll unsere Gewohnheiten sind und wie sehr sie unser Leben beeinflussen. Das hier ist eine von denen, die mit der Zeit einen enormen positiven Einfluss auf Dich und Dein ganzes Leben haben wird. Und in Folge dessen auch auf Deine nähere Umgebung.

Mit Deinem Journal schaffst Du Dir also eine (weitere) sehr gute Gewohnheit und zeigst Deinem Unterbewusstsein wieder einmal, dass Du es ernst meinst und dran bleibst. Du trainierst damit Deine Disziplin und Dein Durchhaltevermögen ebenso, wie Deine Willenskraft davon profitieren wird. Du beweist Deinem Gehirn einfach, dass diese Sache wichtig ist und Du auf jeden Fall, komme was wolle, dran bleibst und das Schreiben in Deinem Journal zu einem fixen Teil Deines Lebens machst. So wird es irgendwann zu einem ganz normalen und wichtigen Teil Deiner selbst und ganz selbstverständlich für Dich.

Fokus stärken

Wie wir weiter oben schon besprochen haben, „darfst“ Du ja nur positive Dinge in Dein Journal schreibst und nur solche, die Dir gut gelungen sind, für die Du dankbar bist oder die Dich Deinen Zielen näher gebracht haben (oder was auch immer Du in Dein ganz persönliches Journal schreibst). Da Du hier nur positive Formulierungen verwendest, richtest Du Deinen Fokus automatisch nur auf eben solche Erfolge und Bereiche.

Manchmal wird es vorkommen, dass Du genauer darüber nachdenken musst, was Du denn eintragen könntest (weil Du zum Beispiel einen recht ereignislosen Tag hinter Dir hast, wo Du jetzt keine großen Erfolge verzeichnen konntest). Das trainiert Deine Fähigkeit, Dich auf genau diese Dinge zu fokussieren noch mehr.

Das bedeutet, in der Zeit, in der Du Dich mit Deinem Journal beschäftigst, sind Deine Gedanken fast ausschließlich auf das Positive gerichtet. Mit der Zeit wirst Du feststellen, dass Du immer öfter auch unter Tags über Dein Journal nachdenkst beziehungsweise daran denkst, Wenn Dir zum Beispiel in den Sinn kommt „Das war toll! Das muss ich dann ins Journal schreiben! Das wird Dir oft passieren, Du wirst sehen. Mit der Zeit wirst Du Dich sogar immer öfter dabei erwischen, dass Du tagsüber regelrecht Ausschau danach hältst, was Du später in Dein Journal schreiben kannst.

Und diese positive Einstellung und Stimmung wirken sich auf Dein ganzes Leben aus. Du wirst feststellen, dass Du mit der Zeit ruhiger und gelassener wirst und Dir selbst mehr zutraust. Mit zunehmender Routine und durch Deine regelmäßigen Eintragungen in Deinem Journal schulst Du damit Deine Aufmerksamkeit auf eben diese positiven Dinge und Erfolge in Deinem Leben. Dein Fokus hat sich einfach geändert.

Neben dem nachvollziehbaren direkten Vorteil für Dich und Deine Psyche kommt noch etwas anderes wunderbares dazu. Jeder Gedanke und jede Emotion in uns ist im Endeffekt was? Richtig. Energie!
Wenn unser Gehirn arbeitet, tut es das nicht mit Zahnrädern, Treibriemen und Ketten sondern mit elektrischen Ladungen und Entladungen. Und jede solcher Aktionen setzte eine ganz bestimmte Energie frei. Diese Energien wiederum haben spezielle, ihrer jeweiligen Frequenz entsprechende, Schwingungen. Und diese Schwingungen strahlen nach außen aus.

Das interessante daran ist nun, dass sich gleiche (oder zumindest ähnliche beziehungsweise kompatible) Schwingungen oder Frequenzen gegenseitig anziehen. Das bedeutet für uns, dass wir immer genau das in unser Leben ziehen, das mit unserer eigenen Frequenz (also mit unserer Einstellung, unseren Ansichten und Überzeugungen) annähernd übereinstimmt.

Gleich und gleich gesellt sich gerne!

Homer

Das haben die vor 3.000 Jahren schon gewusst. 😉

Ja, ich weiß schon. Für den einen oder anderen mag das jetzt vielleicht komisch klingen oder gar esoterisch anmuten. Das ist es aber nicht. Außerdem muss man ja nicht alles verstehen, um es nutzen zu können, oder? Mache Dir dieses Phänomen also einfach zunutze, indem Du regelmäßig und motiviert in Dein Journal schreibst und Du wirst mit der Zeit feststellen, dass sich sowohl Deine eigene innere Haltung und Einstellung zum Positiven hin verändern wird, als auch dass Du immer mehr Kontakt zu entsprechend positiven Situationen und Menschen haben wirst. Auch wenn das zunächst unglaubhaft wirken mag. Tue es einfach und lasse Dich angenehm überraschen.

Ziele leichter erreichen

Auch was Deine Ziele betrifft, wird Dir Dein Journal gute Dienste leisten. Durch das regelmäßige Schreiben richtest Du, wie ja schon öfters erwähnt, Deinen Fokus auf das, was Dir gut gelungen ist, was Du kannst und worin Du gut bist. Das stärkt einerseits dein Selbstbewusstsein und verringert gleichzeitig das Volumen an kontraproduktiven und wenig zielführenden Gedanken (wenn Du Dich zum Beispiel zu sehr mit Deinen Misserfolgen, Fehlern und Schwächen auseinander setzt beziehungsweise sie ständig im Blick hast). Damit schlägst Du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe, wie man so schön sagt.

Da unsere Ziele ja meist nicht aus nur einem einzelnen Ergebnis bestehen, sondern wir uns ihnen auf mehr oder weniger zahlreichen Zwischen-Schritten annähern, tritt hier ein weiterer sehr angenehmer und förderlicher Effekt ein. Indem Du nämlich konsequent Deine Erfolge in Dein Journal schreibst, kommen da natürlich auch die erfolgreich erledigten Schritte auf dem Weg zu einem Deiner Ziele hinein. Das motiviert Dich sehr tiefgreifend, da Du hier einerseits neuen Antrieb bekommst und andererseits auch sehr gut mitbekommst, dass Du Dich Deinem Ziel näherst.

Durch das regelmäßige Führen Deines Journals behältst Du also Deine Ziele leichter im Auge und verfolgst Deine Annäherung an sie stärker. Das wirkt sich enorm auf Dein Unterbewusstsein aus, dem Du damit immer und immer wieder aufs Neue beweist, dass Du eine erfolgreicher Macher bist, der die gesteckten Ziele auch erreicht. Und sobald Dein Gehirn das erst mal verinnerlicht hat, wird es alles daran setzen, Dich dabei zu unterstützen. Und das wiederum beschleunigt Deine Wege zu Deinen Zielen.

Selbstreflexion

Das konsequente und regelmäßige Schreiben in Deinem Journal hat ja, wenn man es genau nimmt, gewisse Ähnlichkeit mit dem Führen eines Tagebuchs. Auch dort schreibst Du hinein, was Du erlebt hast, was Du erreicht hast, welche Wünsche Dich antreiben, um nur einige zu nennen. Je nach Einstellung und Stimmung kann ein Tagebuch aber auch so geführt werden, dass es einen großen (oder im schlimmsten Fall hauptsächlich) negativen Grund-Tenor hat. So kannst Du in einem Tagebuch den ganzen Frust und Ärger des Tages los werden und über jeden herziehen, der Dich heute genervt hat. Das hat zwar den Vorteil, dass Du so Druck ablassen kannst (was sicher besser ist, als das „öffentlich“ auszutragen und sich mit anderen anzulegen oder schlecht über sie zu reden). Dafür aber auch den Nachteil, dass Du damit sehr viel negative und hemmende Energie einsetzt und es durch das Schreiben (also den physischen Prozess) noch tiefer in Deinem Innersten verankerst.

Beim Journal hingegen ist so etwas ja „verboten“ (zumindest wenn man verstanden hat, worum es dabei geht). Wir wollen da ja nur Dinge rein schreiben, die uns weiter bringen und uns positive beeinflussen. Dennoch hat Dein Journal aber eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Tagebuch, da Du es je (hoffentlich!) täglich zur Hand nimmst und ihm Deine Gefühle, Deine Erfolge und Deine Dankbarkeit anvertraust. Es ist also eine Art Archiv Deiner jeweiligen Verfassung und Deinem momentanen Zustand.

Wenn Du nach einiger Zeit zurück blätterst und Dir Deine Einträge von letztem Jahr oder von vor 5 Jahren anschaust, dann kann Dir das bei der Selbstreflexion helfen. Du kannst eine Verbindung zu Deiner früheren Lebenssituation herstellen und nachlesen, welche Ziele Du damals hattest oder welche Erfolge Du feiern konntest. Das erlaubt Dir, gewisse Rückschlüsse zu ziehen und zu reflektieren, wie sich Dein Leben in dieser Zeitspanne verändert beziehungsweise entwickelt hat. So wirst Du dort vielleicht Einträge finden, die Du damals für tolle Erfolge gehalten hast, die mittlerweile aber zu Deinem normalen Leben gehören und die Du aktuell gar nicht als Erfolge wahrnimmst und hinein schreibst. Oder Du liest nach, wofür Du vor zwei Jahren dankbar warst, für Dinge, die Du vielleicht schon lange nicht mehr geschrieben hast. Das richtet wieder Deine Aufmerksamkeit darauf und Du bist wieder bewusst dankbar dafür. Womit Du dann wieder weitere positive Eindrücke gewinnst.

Wer andere erkennt, ist gelehrt.
Wer sich selbst erkennt, ist weise!

Laotse

Mit den Einträgen in Deinem Journal kannst Du also auch Deine Fähigkeit zur Selbstreflexion unterstützen und damit wieder einen weiteren Schritt zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung setzen.

Motivation stärken

Es ist natürlich naheliegend, dass Du auf Dauer auch Deine Motivation stärkst, wenn Du regelmäßig in Dein Journal schreibst. Durch die immer wiederkehrende Fokussierung auf Deine Erfolge, Deine Dankbarkeit oder welchen Bereich auch immer Du dafür auserkoren hast, beweist Dir und (noch wichtiger) Deinem Unterbewusstsein immer und immer wieder aufs Neue, dass Du gut bist, dass Du erfolgreich bist und dass Du viele Stärken und Talente hast. Daneben zeigst Du ihm auch , dass Du die nötige Disziplin und den Durchhaltewillen hast, Dich an das „erste Gebot“ Deines Journals zu halten: „Regelmäßig!“

Statt Dich also bei einem Erfolg kurz zu freuen und Dein Ego zu streicheln, bevor es wieder weiter geht, schreibst Du es in Dein Journal. Dadurch wird es physisch „greifbar“ und nimmt somit für Dein Unterbewusstsein an Wertigkeit zu. Neben diesem vielleicht nebulös anmutenden Effekt (der aber trotz allem funktioniert und wirkt), verstärkt sich das Ganze noch dadurch, dass Du diesen Eintrag (Erfolg, Dank, Wunsch, …) manuell behandelst und ihn gleichzeitig liest. Wenn Du dabei mit sprichst und Dir jeden Eintrag danach noch einmal laut vorliest, wird dieser Effekt noch mehr verstärkt.

Ganz besonders hilfreich finde ich persönlich die „x Tage in Folge“ Methode. Das habe ich mir angewöhnt bei Änderungen, die mir früher schwer gefallen sind – zumindest dann, wenn ich sie lange durchhalten sollte.

Erfolg hat drei Buchstaben:
TUN!

Johann Wolfgang von Goethe

Es würde hier jetzt zu weit führen, uns über die psychologischen Mechanismen zu unterhalten. Wichtig ist für uns letztendlich ja nur, ob es funktioniert. Das genau wie ist zwar interessant, müssen wir aber eigentlich nicht so genau wissen. Vertraue einfach darauf, dass das funktioniert und tue es einfach. Der Erfolg wird Dich schon bald bestätigen und Dein Engagement belohnen.

Wertschätzung fördern

Ein weiterer wunderbarere Effekt davon, regelmäßig in Dein Journal zu schreiben, ist die zunehmende Wertschätzung für all das, was Du hast, kannst und bist. Mit zunehmender Routine bestärkst Du Dich immer mehr selbst und lernst immer besser, gerade auch die kleinen Dinge und Erfolge und schätzen und Dich darüber zu freuen beziehungsweise stolz darauf zu sein.

Wenn Du beispielsweise jeden Tag drei bis fünf Dinge in Dein Journal schreibst, für Die Du dankbar bist, dass werden das naturbedingt in der Mehrheit kleine Dinge sein. Zum Beispiel, dass Du sehen und hören kannst. Oder dass Du das unglaubliche Glück hast, in solch unglaublichem Wohlstand leben zu dürfen (das ist eines der Dinge, die ich persönlich so gut wie jeden Tag in mein Journal schreibe – und ich bin alles andere als reich!) Du kannst auch dafür dankbar sein, dass Du von einem mittlerweile enormen Angebot an biologischen Lebensmitteln zu leistbaren Preisen umgeben bist. Oder, oder, oder. Mit nur den offensichtlichsten Dingen, die für uns selbstverständlich, für den größten Teil der Menschheit aber nur ein unrealisierbarer Traum sind, könnte man vermutlich ein ganzes Buch füllen (hm, ich glaub‘, ich hab‘ da grad‘ eine Idee……)

Durch den einfachen Fokus auf diese kleinen Dinge und Erfolge und das wiederholte Aufschreiben, gewöhnst Du Dir ganz automatisch eine größere Wertschätzung für diese Dinge an. Und mit der Zeit wirst Du auch vieles (wenn nicht alles) rund um Dich auch dann wertschätzen können, wenn es nichts „großartiges“ oder „phänomenales“ ist – sondern einfach nur gut. Mit der steigenden Wertschätzung für das Kleine und oft Unscheinbare, lässt sich natürlich auch nicht vermeiden, dass Du viel mehr entsprechende Gelegenheiten wahrzunehmen beginnst. Je mehr solcher Momente in Dein Leben kommen (die waren immer schon da, nur hast Du sie nicht gesehen, weil Du sie nicht geschätzt hast!), desto öfter wirst Du dankbar, stolz, glücklich, zufrieden oder was auch immer – je nach Situation – sein.

In einem Satz: durch das beständige schriftliche Festhalten der positiven Gelegenheiten, Momente und Situationen in Deinem Leben, stärkst Du Deinen Fokus darauf und gleichzeitig die Wertschätzung, die Du ihnen entgegen bringst.

Beständigkeit üben

Wie Dir in ja sicher nicht entgangen ist, ist das zweitwichtigste beim Journal schreiben (gleich nach dem „positiv formulieren“) die Regelmäßigkeit. Dein Journal kann nur funktionieren, wenn Du es wirklich konsequent durchziehst und immer machst – komme was da wolle.

Das ist wirklich ganz ganz wichtig!

Natürlich wäre es am besten, Dir wirklich jeden Tag die Zeit dafür zu nehmen und etwas hinein zu schreiben. Lasse Dich von dem Gedanken nicht abschrecken. In Wirklichkeit sind das keine fünf bis zehn Minuten. Und es ist weder anstrengend noch erfordert es eine sonstige „höhere Begabung“ oder gar eiserne Disziplin. Einfach nur gemütlich machen, ein wenig zur Ruhe kommen und schreiben. Das ist so simpel, dass es schon fast weh tut.

Wenn Du nun zu denen gehörst (wie die überwiegende Mehrheit er Menschen, überall auf der Welt), die sich damit schwer tun, etwas auch konsequent durchzuziehen, wenn sie es einmal begonnen haben, dass ist Dein Journal eine hervorragende Gelegenheit, an dieser „Schwäche“ zu arbeiten. Denn es ist wirklich einfach und kostet Dich weder Mühe noch Anstrengung.

Spätestens wenn Du beginnst zu spüren, wie sich die positiven und förderlichen Effekte in Dein Leben schleichen, wirst Du ohnehin den wahren Wert und Nutzen (um nicht zu sagen Segen) Deines Journals erkennen. Und dann gilt es meist nur noch, sich noch ein einziges mal zu wappnen gegen ein kurzes aber lautes: „jetzt-gehts-mir-gut-ich-brauch‘-das-nicht-mehr“-Gefühl und weiter zu machen. Dann hast Du es geschafft und wirst für immer dabei bleiben. Denn dann hast Du erkannt, welche enormen Vorteile es Dir bringt (bei den nicht nennenswerten „Investitionen“).

Dann hast Du eine wunderbare Gewohnheit in Deinem Leben installiert und ganz nebenbei Deine Beständigkeit trainiert. Diese Beständigkeit wird sich in jedem Bereich Deines Lebens positiv auswirken. Egal ob im Job, in der Beziehung, beim Sport oder in jeglicher gesellschaftlichen Situation. Es wird für Dich zur Normalität, nicht einfach gleich wieder aufzugeben oder aufzuhören, nur weil es jetzt gerade vielleicht unbequem ist oder Du momentan nicht so recht motiviert bist. Du wirst keine inneren Kämpfe mehr austragen müssen, wenn Du in dem Moment gerade keine Lust hast, sondern Du wirst es tun. Einfach, weil Du Dich dafür entschieden hast und deshalb bleibst Du jetzt dabei. Punkt. Das ist Deine neue Beständigkeit.

Ganz unten in den Praxis-Tipps zeige ich Dir noch meinen persönlichen Favoriten – spätestens dann sind jegliche Gedanken wie etwa „Soll ich heute noch schreiben? Ach was, kann ich genauso gut morgen machen!“ kein Thema mehr. Das wird es Dir einfach nicht mehr wert sein, für die paar Minuten Faulheit Dein zukünftiges Glück und Wohlbefinden zu schmälern oder hinauszuzögern. Versprochen. 🙂

Glück und Zufriedenheit steigern

Dieser Effekt geht ja eigentlich aus dem bisher schon gesagten hervor. Wenn Du regelmäßig in Dein Journal schreibst und damit „positives Erinnerungsmanagement“ betreibst (wie Bodo Schäfer das so schön formuliert), konzentrierst Du Dich automatisch weniger auf die negativen Dinge. Das geht auf Dauer natürlich auch nicht spurlos an Dir vorüber sondern hat, wie alles andere auch, seine Wirkung.

Du wirst mit der Zeit feststellen, dass DU ruhiger, gelassener, entscheidungsfreudiger und zuversichtlicher wirst. In selbem Maße nimmt auch Deine Zufriedenheit zu. Daneben werden sich die Glücksmomente in Deinem Leben zu häufen beginnen, was sich natürlich auch wieder auf Dein inneres Gleichgewicht auswirkt.

Ja ich weiß, das klingt alles fast schon zu schön um wahr zu sein. Es kann doch nicht so einfach sein, aus einer stets abwärts weisenden Spirale aus negativen Einflüssen, deprimierenden Gedanken und Misserfolgen auf dem laufenden Band auszusteigen. Da muss doch wohl viel mehr dahinter stecken.

Sicher ist es nicht die Lösung für alles, wenn Du Dein Journal regelmäßig und bewusst führst. Solche Wundermittel, die alle Bereiche unseres Lebens abdecken und der allumfassende heilige Gral des Universums sind, die gibt es einfach nicht. Aber Dein Journal ist ein Werkzeug, das sehr viele Bereiche positive beeinflussen wird und damit als Grundstein Deines weiteren Weges betrachtet werden kann.

Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung .

Erich Fromm

Wenn Du also dem Gedanken nicht abgeneigt bist, in Zukunft zufriedener, ausgeglichener und glücklicher zu sein, dann tu es einfach. Schnappe Dir ein Heft oder ein schönes Büchlein, einen ordentlichen Stift und setze den ersten Schritt in eine bessere, glücklichere und erfülltere Zukunft – für Dich und in Folge die ganze Welt!

Das Schreiben üben

Nicht zuletzt hat das Schreiben Deines Journals noch einen netten Nebeneffekt. Du übst Dich in einer Sache, die wir in unserer technologisierten Welt immer mehr verlernen. Das Schreiben mit der Hand.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass man das sowieso kaum noch brauchen wird, da ja ohnehin alles elektronisch und in Zukunft auch sprachgesteuert funktioniert. Vielleicht dauert es auch nicht mehr lange, bis wir noch nicht einmal mehr den Mund öffnen müssen, um unserem Auto und dem Smart-Home unsere Wünsche mitzuteilen. Nichts desto trotz hat das Schreiben mit der Hand eine große Wirkung auf uns, und hier natürlich wieder ganz besonders auf unser Unterbewusstsein. Es macht nämlich einen haushohen Unterschied, ob Du Dein Journal mit der Hand schreibst oder etwa auf Deinem Notebook oder gar mit einem Finger auf dem Handy.

Vielleicht mag es am Anfang ungewohnt sein und Deine Schreibschrift ist nichts, das Du gerne herzeigen und anderen präsentieren möchtest. Das macht aber nichts, denn Dein Journal ist ohnehin nur für Dich bestimmt, niemand anderes muss das sehen. Mit zunehmender Gewohnheit wird sich aber auch Dein Schriftbild bessern und Du wirst flüssiger und schöner schreiben. Für die Aufnahme Deiner Einträge in die tiefsten Schichten Deiner Psyche ist es jedenfalls von enormer Wichtigkeit und großem Nutzen, wenn Du Dein Journal mit der Hand führst.

Alleine die Tatsache, dass Du Deine Erfolge, wofür Du dankbar bist oder was auch sonst Du für die Inhalte Deines Journals auserkoren hast, mit der Hand schreibst, hat mehrere Vorteile.

Zum einen bringst Du Deine Gedanken physisch zu Papier, wodurch aus einem reinen Gedanken eine Handlung wird. Das ist sehr sehr wichtig, denn es macht Deinem inneren Schweinehund klar, dass Du es ernst meinst und das,was Du hier tust, wichtig und bedeutend ist. Und dieser kleine Dreckskerl wird nichts unversucht lassen, Dir das ganze auszureden, Immerhin ist das ja ur anstrengend – es wäre doch viel toller, wenn Du Dich mit ihm auf die Couch schmeißt und Dir ein paar Filme anschaust. Durch die physische Handlung aber machst Du ihm immer wieder unmissverständlich deutlich, dass das kein Wunschdenken ist sondern Du wirklich dahinter stehst und es durchziehen wirst. Unabhängig davon, ob er Dir schmeichelt, Dich beschimpft oder Kopfstand macht.

Zum anderen passiert noch etwas anderes, sehr wichtiges. Sobald Du Deine Gedanken nicht nur im Kopf hast sondern zu echten Worten auf dem Papier gemacht hast, sind diese in der „echten Welt“ angekommen und Du kannst sie lesen. Und neben Dir wird auch Dein Unterbewusstsein das sehen – und für dieses mächtige (aber dennoch recht einfach gestrickte) „Wesen“ ist das geschriebene Wort immer noch „Gesetzt“. Um so mehr noch, als dass diese Worte von Dir (also seinem „Meister“) kommen und mit den entsprechenden Emotionen aufgeladen sind.

Das Schreiben mit der Hand verstärkt also die positiven und förderlichen Effekte, die Du mit dem konsequenten Führen Deines Journals in Dein Leben ziehst, auf ganz essenzielle Weise. So wird der Nutzen, den Du daraus ziehst, um ein vielfaches höher sein, als wenn Du einfach nur auf einer Tastatur herum hämmerst.

Und nicht zuletzt kann es ja nicht schaden, wenn man eine halbwegs lesbare Handschrift hat. Spätestens bei der nächsten Geburtstagskarte wird Dir das zum Vorteil gereichen.

Praxis-Tipps

Abschließend noch ein paar Tipps und Tricks, wie Du noch mehr aus Deinem Journal raus zu holen. Beziehungsweise wie Du einen echten und langjährigen Freund daraus machen kannst.

Timing ist alles(?)

Wie bei so vielen anderen Dingen auch, kannst Du Dir viel Frust und unnötige Disziplin ersparen, wenn Du das Schreiben Deines Journals zum „richtigen“ Zeitpunkt ansetzt. Der ist natürlich von unterschiedlichen Faktoren abhängig und ganz individuell. Während sich der eine abends leichter tut, und sein Journal gleich zum Revue passieren des Tages nutzt, schreibt ein anderer in der Mittagspause. Viele nehmen aber auch den Morgen dazu.

Der Abend eignet sich natürlich gut dazu, die noch frischen Ereignisse des Tage zu betrachten und sich damit die Motivation mit in den Schlaf zu nehmen. Leider birgt diese Tageszeit aber auch das Risiko, dass die Disziplin und der Wille leiden, da man da schon müde ist, vielleicht nicht genug Zeit und Ruhe hat oder die Abende für die Familie reserviert sind.

Ich selbst hatte auch angefangen, abends zu schreiben, bin aber schnell dahinter gekommen, dass sich das für mich nicht so eignet. Nach einem anstrengenden Tag habe ich oft einfach keine Lust mehr, mich hinzusetzen und mein Unterbewusstsein zu beeinflussen. Also habe ich das verlegt und schreibe mein Journal nun gleich in der Früh, wenn noch alles ruhig ist und ich noch nicht im Wirbel des Alltags verstrickt bin.

Aber, wie gesagt, das ist natürlich ganz individuell und jeder hat da seine eigenen Vorlieben. Versuche einfach mehrere Zeiten und beobachte, wann Du Dir am leichtesten tust und zu welcher Zeit des Tages Du am besten den Kopf frei hast dafür. Das wirkt sich ganz entscheidend auf den Nutzen aus, den Du aus Deinem Journal ziehen kannst.

Zeit und Ort

Dazu passend noch ein Tipp, was Zeit und Ort angeht. Am besten funktionieren die Mechanismen Deines Journals, wenn Du dafür immer die selbe Zeit und den selben Ort wählst. Das hilft Deinem Gehirn dabei, sich auf die Situation einzustellen und Du wirst merken, dass Du mit der Zeit automatisch in Deinen „Journal-Modus“ kommst, wenn Du Dich zur immer gleichen Zeit an Deinen „Reflexions-Ort“ zurück ziehst. Dein Gehirn weiß dann sofort, was als nächstes zu tun ist und es wird Dir um so leichter fallen, die Motivation und Freude aufzubauen, die Dein Journal erst richtig zur Geltung bringt.

Bei mir ist das eben gleich in der Früh nach dem Aufstehen. Da mache ich es mit mit einer schönen frischen Tasse Tee gemütlich und beginne den Tag damit, mir meine Erfolge des gestrigen Tages wieder zu vergegenwärtigen und einige Dinge zu schreiben, für die ich dankbar bin. Damit starte ich gleich mit einer ganz anderen Stimmung und Motivation als früher. Und die ist eindeutig besser. 🙂

Ganz besonders ideal ist es, wenn Du daraus ein richtiges Ritual machst. Wenn Du kannst, richte Dir einen eigenen Platz dafür ein, und dekoriere ihn zum Beispiel mit beruhigenden und oder motivierenden Bildern und Gegenständen. Eine Kerze oder Räucherstäbchen sind auch nicht verkehrt und steigern den Wert für Dein Journal für Dein Unterbewusstsein.

Du kannst Dir auch einen bestimmten Ablauf überlegen, der Dich beim Schreiben unterstützt und Dir gut tut. Wie zum Beispiel ein paar kurze Dehnungs- und Atmungsübungen davor. Oder ein paar Minuten Meditation. Lass einfach Deiner Kreativität freien Lauf und experimentiere mit unterschiedlichen Zeiten, Plätzen und Elementen Deines neuen Rituals herum. Mit der Zeit wirst Du die für Dich perfekte Umgebung und Abläufe finden und Dir so eine hilfreiche und förderliche Situation schaffen, um Dein Journal zu einem wunderbaren und nützlichen Werkzeug in Deinem Leben zu machen.

Locker flockig

Eines der wichtigsten Überlegungen beim Schreiben Deines Journals ist, dass Du Dir diesbezüglich keinesfalls Druck machen solltest! Es ist wichtig, dass der ganze Prozess entspannt und locker gemacht wird. Ansonsten wird daraus schnell eine lästige Pflicht und alles in Dir wird beginnen, sich dagegen zu wehren. Je lockerer und stressfreier Du das ganze also gestaltest, desto weniger Widerstand wird Dein innerer Schweinehund leisten und desto schneller wirst Du daraus eine liebgewonnenen Routine machen, die Dir Freude bereitet und Dich bereichert.

Und denke immer daran, es geht nicht darum, dass Du hier jeden Tag einen Roman schreiben musst oder dass die Einträge ganz besonders großartig oder kreativ sein müssen. Das ist nicht der Sinn der Übung. Es sind ja eben die ganz kleinen Dinge, die Du Dir ins Bewusstsein holen sollst.

Wenn Dir einmal wirklich nicht viel einfallen sollte, das Du eintragen kannst, dann schreibe einfach ein paar Sachen aus den vorherigen Tagen auf. Oder schreibe nur ein zwei Dinge auf, die dafür aber mit Deiner schönsten Schrift, die Du schaffst. Damit hast Du zwar an diesem Tag keine hohe Quantität in Dein Journal geschrieben, dafür aber die Qualität erhöht. Und das hat mindestens die gleiche Wirkung auf Dich und Dein Unterbewusstsein – wenn nicht sogar eine bessere.

Übrigens habe ich mir etwas einfallen lassen, das solche „Durchhänger“ schon von vornherein ausschließt, siehe dazu den letzten Tipp ganz unten.

Hand vs. Technik

Es wird immer wieder geschrieben, dass man ein Journal auch am Computer, Tablett oder Handy schreiben kann. Und das ist natürlich richtig, KANN man. Ich persönlich halte es aber nicht für sehr zielführend.

Den größten Nutzen Deines Journals hast Du ja gerade eben dadurch, dass Du beim Schreiben mit der Hand eine physische Handlung setzt und damit Deinem Gehirn neben dem Gedanken auch eine entsprechende Handlung gezeigt wird. Du verankerst die Wichtigkeit und Wertigkeit des soeben Geschriebenen also viel stärker in Deinem Unterbewusstsein, als wen Du es nur in eine Tastatur tippst und am Bildschirm siehst. Durch das Schreiben auf Papier, machst Du Deine Gedanken sozusagen zu realer Materie – und das macht einen sehr großen Unterschied für Dein Gehirn aus.

Daneben hat es auch eine ganz andere Bedeutung für Dein Gehirn, ob etwas in einer Standard-Schrift irgendwo steht oder Du Deine eigenen Worte mit Deiner eigenen Handschrift vor Dir siehst. Denn was von Dir selbst kommt, ist für Dein Unterbewusstsein 1.000 wichtiger und wird ernster genommen, als das von außen Kommende. Unterschätze diesen Umstand nicht.

Das ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung. Selbstverständlich kann man das handhaben, wie man es für richtig hält. Wie ja schon geschrieben, gibt es hier kaum richtig oder falsch. Wenn Dir das Schreiben mit der Hand ganz extrem zuwider ist, kann es vielleicht wirklich besser sein, das ganze auf elektronischem Wege zu machen.

Freie Gestaltung

Dein Journal muss keinen fixen Regeln folgen (außer, dass Du möglichst nur positiv formulierst, mit der „richtigen“ Einstellung zugange gehst und es regelmäßig tust). So muss da auch nicht unbedingt jeden Tag immer der selbe Aufbau stehen, das kannst Du natürlich auch variieren. Nimm Dir die ersten tage und Wochen einfach als Experimentier-Zeit, in der Du herausfinden kannst, wann, wo und wie Du Dir am leichtesten tust und es für Dich am angenehmsten ist.

Das bedeutet auch, dass hier nicht zwangsläufig nur reiner Text drinnen stehen „darf“. Du kannst da auch Listen rein schreiben, oder Bilder und Zeichnungen, die zum jeweiligen Bereich passen, hinein kleben und zeichnen. Das hat auch den Vorteil, dass Dein Journal dadurch lebendiger und noch authentischer wird.

Letztlich ist alles, was dem Ziel dient, in Ordnung und einen Versuch wert. Aufpassen musst Du dabei nur, dass Du den „Flow“ dadurch nicht gefährdest. Wenn Du also unter tags ein Bild in einer Zeitschrift findest, dass gut in Dein Journal passen würde, nimm es einfach und klebe es ein. Wenn Du aber irgendwann nach Bildern oder so, die du einfügen kannst, explizit zu suchen, kann das Dein Journal sehr stören. Also, wenn Du das während des Schreibens an sich tust. Machst Du das so unter Tags zwischen durch und beeinträchtigst dadurch Dein Ritual nicht, dann ist natürlich nichts dagegen einzuwenden.

Die einfachste Möglichkeit, Deinem Journal etwas Leben und Farbe einzuhauchen ist, zum Beispiel einfach das Datum in einer besonders schönen Schrift mit bunten Stiften zu schreiben, oder Deinen Text oben oder unten mit einer schön gezeichneten Linie zu verzieren. Je mehr Du hier selbst machst, also Deine eigene Kreativität nutzt statt nur fertige Bilder von irgendwo herzunehmen, desto stärker wirken diese Bilder oder Zeichnungen. Ganz einfach deshalb, weil Du sie selbst geschaffen hast und eine entsprechende emotionale Bindung dazu hast. Auch wenn es komisch klingen mag, das beeinflusst uns ungeheuerlich und hat ganz große Auswirkungen auf unser Innerstes!

Bitte sein nur vorsichtig, dass Du es nicht übertreibst. Dein Journal soll ein Journal und kein Bilderalbum sein.

Klein beginnen

Gerade wenn wir mit etwas Neuem beginnen, ist die Motivation naturbedingt recht hoch (nona, sonst würden wir es ja wohl nicht tun). Dabei läuft man leicht Gefahr, es zu übertreiben, was dann sehr schnell in Auge gehen kann.

Wenn Du also beschlossen hast, Dein Journal zu schreiben, beginne zunächst einfach und klein. Es macht absolut keinen Sinn, da gleich 10 Themen oder Bereiche zu nehmen – das macht Dir nur unnötig Stress und führt dann das ganze vorhaben ad absurdum. Weil Du es noch nicht gewohnt bist und erst eine gewisse Routine darin aufbauen musst, behindert es Dich zu sehr, wenn Du Dir zu viel auf einmal abverlangst.

Beginne also am besten mit nur ein oder zwei Bereichen, die dafür um so besser. Ich für meinen Teil habe damit begonnen, wofür ich alles dankbar bin. Kurz darauf habe ich noch meine persönlichen Erfolge mit ins „Portfolio“ aufgenommen. So hat mich das Ganze am Anfang nicht überfordert und ich konnte erst ein wenig üben.

Auch muss es gar nicht mehr sein! Es geht hier ja nicht darum, dass Du jede Tag einen Roman schreibst oder es zu einer (bald ungeliebten und nervigen) Arbeit wird. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Es soll Dir auf lange Sicht leicht fallen, Spaß machen und Dich motivieren. Da ist es allemal besser, nur ein oder zwei Bereiche herzunehmen als alles auf einmal versuchen zu wollen.

Kommst Du mit der Zeit drauf, dass Du gerne noch andere Themen in Deinem Journal haben möchtest und sich das bei dir von der Zeit und Deiner Energie beziehungsweise Motivation gut ausgeht, kannst Du nach ein wenig Zeit ja einfach noch ein Thema mit aufnehmen. Wichtig dabei ist nur, dass es Dir weiterhin Freude macht und Du einen Nutzen daraus ziehen kannst.

Weniger ist mehr!

Robert Browning

Also, nicht alles auf einmal haben wollen, sondern erst mal klein anfangen. Der „Erfolgs-Hebel“ bei Deinem Journal ist die Regelmäßigkeit und eine gute innere Einstellung dabei. Nur dann kann (und wird) es funktionieren. Überfordere Dich also bitte nicht, indem Du zu viele Bereiche auf einmal behandelst. Du weißt schon:

Steigende Werte

So, aber jetzt, zum Abschluss dieses (zugegebener Maßen ein wenig aus dem Leim gegangenen Artikel) ein Tipp, den ich mir einfallen habe lassen, als ich ein paar Tage eher unmotiviert Zuhause herum gelegen bin und in Folge dessen nicht viele „Erfolge“ zu verbuchen hatte, die würdig gewesen wären, Einzug in mein Journal zu finden.

Neben meinem Journal habe ich auch noch ein paar andere Dinge in meinem Leben geändert oder angepasst. So habe ich mir vorgenommen, nicht mehr Handy zu spielen (und als Affe bin ich fürs Spielen geboren) und mich jeden Tag zumindest ein wenig körperlich zu bestätigen. Auch wollte ich regelmäßig englisch üben (dafür habe ich eine App am Handy, mit der das schön funktioniert).

Da ich aus der Erfahrung aber wusste, dass ich so etwas nicht lange durchhalten werde (kennst Du das auch?), habe ich damit begonnen, in mein Journal zu schreiben, wie viele Tage ich hintereinander dieses oder jenes gemacht habe. So steht da zum Beispiel drinnen:

  • xx Tage in Folge englisch geübt
  • xx Tage in Folge im Journal geschrieben
  • xx Tage in Folge Übungen gemacht
  • xx Tage in Folge an den #ifwv geschrieben

Das mag jetzt zunächst vielleicht banal klingen, aber für mich persönlich war das das Zünglein an der Waage, wie man so schön sagt. Diese Dinge sind ja nun nichts Neues und ich hatte schon unzählige Anläufe, habe dann aber schnell wieder damit aufgehört, weil mir die Motivation und der Durchhaltewille gefehlt hat.

Mit diesem kleinen Trick aber, habe ich einen Mechanismus gefunden, der mir über relativ ereignisarme Tage hinweg hilft, da ich auf jeden Fall einige Erfolge aufschreiben kann. Auch wenn ich, zum Beispiel am Wochenende oder an meinen „Gammel-Tagen“, nicht großartig etwas weitergebracht habe. Denn jede Zeile verdeutlicht etwas, das ich mir vorgenommen habe und heute (beziehungsweise gestern) auch brav gemacht habe – auch wenn ich keine Lust gehabt habe oder nicht viel Zeit hatte. Und das ist ein Erfolg. Ein kleiner zwar, aber dennoch. Und darum geht‘s ja beim Journal schreiben. Auch die kleinen Erfolge zu würdigen und schätzen zu lernen.

Das ist ja schon sehr toll, das aber weitaus Tollere, das mir diese kleine Trick gebracht hat: ich habe es vorher noch nie geschafft, etwas so lange durchzuhalten, wie jetzt. Beim Sport kennst Du das sicher auch (zumindest, wenn Du zu der Mehrheit von uns gehörst und es wie unser guter alter Winston siehst):

Sport ist Mord.

Winston Churchill

Jetzt passiert aber folgendes: wenn Du in Deinem Journal stehen hast, dass Du schon 12 Tage in Folge einen Morgenspaziergang gemacht hast oder Dir schon 12 Tage in Folge die Zeit genommen hast, ein wenig zu meditieren, dann stehst Du an einem unmotivierten Tag vor der Entscheidung, ob Du diese Serie einfach so abbrechen willst oder ob Du es vielleicht doch schaffst, Dein heutiges Pensum zu erreichen.

Es hat plötzlich eine ganz andere Bedeutung, ob Du Dir sagen kannst „Ach, heute war der Tag so stressig und ich bin so müde. Ich lasse xx heute ausnahmsweise ausfallen.“ oder ob Dir gleich darauf einfällt, dass Du dann die mühsam aufgebauten 10 oder 12 Tage Deiner Serie kaputt machst und wieder bei 1 anfangen musst.

Ich weiß wie das klingt und wenn ich mit dem Verstand darüber nachdenke, kann ich mir nur auf den Kopf greifen. Was macht das denn für einen großen Unterschied? „Ich WILL doch üben (oder was auch immer), da brauche ich mich doch nicht selbst austricksen!“ Doch! Muss ich! Und mit diesem kleinen feinen Trick ist es mir gelungen. Plötzlich fällt es mir leicht, die Dinge, die ich mir vorgenommen habe, auch wirklich konsequent jeden Tag zu machen – zu sehr würde ich mich über mich selbst ändern, wenn ich dann eine lange aufgebaute Serie wieder bei 1 beginnen müsste, nur weil es mich jetzt grad nicht sonderlich freut, mein Hinterteil zu bewegen.

Und jetzt stelle Dir einfach vor, da stehen keine Zahlen wie 10 oder 12 sondern schon ganz andere. Zum Beispiel 30 Tage. Das sind wunderbare Momente, wenn Du das geschrieben hast und dann aufschaust und zu Dir selber sagen kannst „Mann, ich hab ein Monat dieses oder jenes gemacht!“ Das erfüllt Dich mit Stolz. Und darauf kannst Du auch stolz sein! Nur Beständigkeit führt uns letztlich zu unseren Zielen (wie auch immer die für jeden einzelnen von uns aussehen mögen) und mit dem einfachen Schreiben Deiner ganz persönlichen „x Tage in Folge“ Serie, ziehst Du eine ganz neue Dimension von Motivation und Disziplin in Dein Leben. Und was meinst Du erst, wie krass diese Momente sind, wenn Die Zahlen in Deiner Serie erstmals dreistellig werden!

Wie gesagt, mir hat das enormen Auftrieb gegeben und meine Motivation beziehungsweise meine Disziplin ganz erheblich gesteigert. Damit habe ich nämlich ein „Argument“ gegen die lauten Einwände und Verführungsversuche meines inneren Schweinehunds (und der ist echt enorm groß!), die ihm jeglichen Wind aus den Segeln nimmt. Dagegen kann er nämlich nichts sagen. Nichts sinnvolles zumindest.

Also, wenn Du mal einen Durchhänger beim Schreiben Deines Journals hast oder Dir auch schwer dabei tust, die Dinge, die Du tun SOLLTEST, für die Du aber oft zu träge, bequem oder faul bist, dann versuche es einfach mal mit der „Tage in Folge“ Methode. Vielleicht ist sie für Dich genauso hilfreich und erfolgversprechend, wie sie es für mich ist. Ich wünsche es Dir in jedem Fall sehr. Denn auf unserem Weg zur persönlichen Weiterentwicklung und einem besseren Leben, können wir jede Hilfe gebrauchen, die wir nur erwischen können.

Wenn Du Dich dazu entschließt, Dein Journal zu schreiben, wirst das schon in kurzer Zeit sehr positive Auswirkungen auf Dich haben.
Du wirst Dir weniger Sorgen machen und dafür mehr Dankbarkeit empfinden für all das, was Du hast, kannst und bist.
Wenn Du Dir das Journal-Schreiben zu einer lieben Gewohnheit machst (am besten mit einem positive aufgeladenen Ritual), stärkst Du damit Dein Selbst-vertrauen, Deine Disziplin und erhöhst Deine Motivation (um nur einige der Vorteile zu nennen).
Dein Journal ist Dein bester (und wichtigster) Freund!
Kümmere Dich gut um ihn und schenke ihm die Aufmerksamkeit, die es verdient.
Es wird Dich mehr als reich dafür belohnen!
***

Danke, dass Du wieder mit dabei warst! 🙂
Denk‘ immer daran:

Nur WIR können die Welt verändern!

Dein Viosimo

#ifwv | #meTium | #Viosimo

Im Artikel erwähnte #ifwv: