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Such‘ Dir TV-Alternativen!

Alle haben wir unterschiedliche Talente und Eigenschaften. Jeder von uns wird mit verschiedenen Voraussetzungen geboren, der eine mit mehr der andere mit weniger Vorteilen oder Nachteilen. Doch eines gilt für alle von uns uneingeschränkt gleich, eine Sache gibt es, die für jeden von uns im selben Maße gilt:

Der Tag hat 24 Stunden

Und daran ist auch nicht zu rütteln.
Ob uns das gefällt oder nicht und unabhängig davon, was wir davon halten – das ist so und lässt sich auch nicht ändern.

Und diese 24 Stunden gehen oft schneller, ja geradezu rasant vorbei, sodass wir uns am Abend fragen – wo ist die ganze Zeit nur geblieben?
Wir kommen zu nichts und so vergeht ein Tag nach dem anderen und wir kommen nicht so recht weiter.

Wenn es Dir hier auch so geht wie wahrscheinlich den meisten von uns, dann kann es helfen, Dich einfach mal in Ruhe dieses Themas anzunehmen. Darüber nachzudenken, woran es liegen könnte, dass wir irgendwie zu wenig Zeit haben und „nichts weiter geht“.

Goldene Regeln des Zeitmanagements?

Wir reden hier jetzt nicht von „Optimierungs-Maßnahmen“ wie Zeitmanagement und dergleichen. Einfach nur mal darüber nachgedacht, womit wir so unsere Zeit verbringen und woran es wohl liegt, dass so viele unserer – letztlich sehr wertvollen – Tage einfach so ins Land streichen, ohne dass sie uns auf irgendeiner Ebene unseres Seins weiter gebracht haben. Ohne, dass wir sie genutzt haben, anderen zu helfen. Ohne, dass sie dazu gedient haben, unsere Zukunft zu gestalten. Ohne, dass wir Zeit hatten, die Welt ein kleines Stückchen zu verändern.

Wenn Du Dich ein wenig damit auseinander setzt, werden Dir viele „Zeitfresser“ in den Sinn kommen, die – im wahrsten Sinne – Deinen Tag von allen Seiten anknabbern und die Minuten und Stunden in sich hin ein fressen, ohne Dir etwas dafür zurück zu geben oder Dir in irgendeiner Weise von Nutzen zu sein.

Als erstes wird den meisten da gleich mal die Arbeit einfallen. 🙂
Das ist auch nicht weiter verwunderlich, in der Regeln ist das auch der größte „Zeit-Block“ unserer Tage. Da ist gleich mal mehr als die Hälfte des Tages weg. Und wenn Du, wie die aller meisten von uns, in einem Job steckst, der nicht so ganz Deiner Bestimmung oder Deinen wahren Talenten entspricht, drängt sich natürlich gerne der Gedanke auf, dass das „verlorene“ Zeit ist.

Das mag zwar oft stimmen, solange wir aber nicht wissen, wie wir unsere wahre Berufung finden und sie auch umsetzen (dazu vielleicht mal in der einen oder anderen ifwv mehr), klammern wir dieses Thema einmal aus. Immerhin ist diese Zeit ja auch nicht „verloren“ – sie wird ja dafür verwendet, unser Leben zu finanzieren.

Abgesehen davon finden sich aber noch sehr viele kleinere und größere Tätigkeiten, die wir so Tag ein Tag aus tun, die uns zwar so gar nicht bewusst sind, die aber auf Dauer enorme Mengen Zeit verschlingen.

Für die meisten von uns befindet sich darunter eine Tätigkeit, der wir uns gerne und ausgiebig hingeben und gar nicht merken, wie unvorstellbar viel Zeit dafür drauf geht:

Das Fernsehen

Wenn Du Dir mal in einem stillen Moment überlegst, wie viele Stunden Du im Monat vor der Glotze verbringst, gibt das oft ein böses Erwachen. „Nur der eine Film“ am Feierabend ist nicht nur in den meisten Fällen eine Lüge, die wir uns selbst erzählen – er wird auch noch flankiert von Nachrichten, Werbung, Serien & Co. Denkt man nur mal kurz darüber nach, sind es ja „nur“ 1 ½ Stunden am Tag. Und immerhin steht uns das auch zu – immerhin haben wir den ganzen Tag schwer geschuftet und haben es verdient, am Abend zu entspannen und uns auf andere Gedanken zu bringen. Was hat denn das alles für einen Sinn, wenn wir uns sogar dieses kleine Vergnügen noch verwehren?

Das mag auf den ersten Blick so scheinen und passt gut in unsere „Volksmeinung“. Schauen wir uns aber trotzdem kurz mal an, was uns der Fernseher tatsächlich „kostet“ und was er uns dafür gibt. Wenn das am Schluss für Dich ein guter Deal ist und Du ihm weiterhin die Treue schwörst, ist das natürlich auch in Ordnung.

Wie lange denn nun wirklich?

Selbst wenn wir uns abends „nur einen Film „anschauen, sind wir da schon mal auf mindestens 2 Stunden. Einerseits dauern neuere Filme einfach länger als früher und andererseits wird das ganze oft ja noch mit Werbung in die Länge gezogen. Dazu kommen dann natürlich noch die Nachrichten; immerhin muss man doch informiert sein! Unterm Stricht verbringen wir schnell mal 2-3 Stunden vor der Kiste.

Das ist schon alleine von der reinen Zeit ein Monstrum. Wenn wir 16 Stunden wach sind, davon 9-10 Stunden für unseren Job verbrauchen, 1 Stunde für unsere Routinen (Duschen, Essen, usw.) aufwenden und 3 Stunden vor der Glotze liegen, bleibt uns eine „Lebens-Zeit“ von gerade mal 2 Stunden am Tag. Und selbst die sind natürlich gut abgedeckt mit Haushalt, Einkaufen, usw.

Dass man da keine großen Sprünge machen kann und permanent gestresst ist, dürfte keiner all zu großen Vorstellungskraft bedürfen. Vor allem fällt auf, dass wir dann um 50% mehr unserer Zeit fürs Fernsehen aufwenden, als für unser eigentliches Leben.

Fernseher, Handy, Konsole & Co

Falls Du nun zu denen gehören solltest, die nicht fern sehen, bist Du noch nicht aus dem Schneider 😉 Denn das hier gesagte gilt natürlich auch für alle anderen „egoistischen Zeitfresser“, also jene Beschäftigungen, die zwar gerne und ungeniert unsere Zeit nehmen, uns aber nichts dafür zurück geben – zumindest nichts von wirklichem Wert und Nutzen.

Ob du also gerne vor dem Fernseher hängen bleibst oder Deine Aufmerksamkeit von Handy-Spielen, den sogenannten „sozialen“ Medien oder Computer-Spielen gefesselt wird, macht hier keinen Unterschied! Es geht ja hier um unser wertvollstes Gut; unsere Zeit. Und dabei ist es nicht wesentlich, ob es nun der Fernseher oder Dein Handy oder Tablet ist, das Deine Zeit und letztlich Deine Lebensenergie bindet.

Schlimmer als die Zeit

Abgesehen davon, dass uns diese „Entspannungs-Methoden“ auf Dauer unbeschreiblich viel Zeit und Energie entziehen, gibt es noch einen ganz wesentlichen Aspekt, den Du Dir ins Bewusstsein rufen solltest.

Was bringt es Dir? Welchen Nutzen hast Du davon und, noch wichtiger, wie beeinflusst es Dich und Deine Seele?

Der Nutzen ist recht schnell gefunden: wenn wir uns nach einem anstrengenden Tag auf die Couch werfen und fern sehen, entspannt uns das (vermeintlich), wir können den keifenden Chef, die ganzen Deppen im Straßenverkehr und all den Druck und Stress, der uns auf Schritt und Tritt zu verfolgen scheint, hinter uns lassen und mal chillen. Wir brauchen mal gar nichts tun, uns einfach nur fallen lassen und uns etwas gönnen. Das haben wir uns immerhin verdient. Was soll das Leben auch für einen Sinn machen, wenn wir uns keinen Spaß mehr gönnen?

Solche oder ähnliche Gedanken kennst Du vermutlich selbst recht gut, oder? 🙂
Die werden Dir sicher auch schon oft durch den Kopf gegangen sein. Es ist der oft genannte „innere Schweinehund“, der uns da permanent seine Flausen in den Kopf setzt.

Ganz ruhig! Alles ist gut!

Deeskalation: das Ziel ist natürlich nicht, uns etwas zu verwehren, uns die „wenigen Vergnügungen, die wir noch haben“ auch noch weg zu nehmen oder uns selbst ein schlechtes Gewissen zu machen. Es ist auch nicht das Ziel, Filme, Spiele, Serien & Co schlecht zu machen oder ihnen jeglichen Nutzen abzusprechen!

Wie in allen Bereichen des Lebens gilt natürlich auch hier: Finde die Mitte 😉

Neben dem (leider all zu oft nur vermeintlichen) Nutzen gibt es aber noch weitere Effekte, den der Konsum von TV & Co auf uns hat – und den sollten (nein, dürfen) wir nicht unterschätzen. Die zwei größten negativen Faktoren sind …

Werbung und Nachrichten

Während wir es gar nicht merken, hat die permanent auf uns einprasselnde Werbung eine mehr als destruktive Wirkung auf uns. Wir mögen es nicht verstehen oder uns auch einfach nicht eingestehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass durch das ununterbrochene Bombardement von Werbebotschaften ständig unser Bedürfnis nach Konsum angeheizt wird. Dadurch leistet die Werbung dem Gefühl der Unzufriedenheit enormen Vorschub; wir werden ständig darin bestätigt, dass wir „nicht genug“ haben! Und dabei muss es gar nicht um das jeweils beworbene Produkt gehen. Der Wunsch nach „etwas“ oder nach „mehr“ wird einfach grundsätzlich immer und immer wieder angefacht. Was uns dann logischerweise dazu verleitet, Dinge zu kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen und uns oft auch nicht wirklich leisten können.

Das ist aber ein Thema, dem wir uns an anderer Stelle ausgiebiger widmen sollten

Was die Folgen von ständigem Nachrichten-Konsum bewirkt, ist dem Normalsterblichen meist auch nicht wirklich klar. Übrigens ein interessantes Wort NACH-RICHTEN. Wird da im Nachhinein etwas gerichtet? 😉 In der Branche weiß man: Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten! Warum? Darüber kann man sicher vortrefflich abendfüllend philosophieren. In jedem Fall aber ist klar, dass es Deiner Seele, Deinem Weltbild, Deinem Glauben an das Gute im Menschen und auf der Welt und Deinem inneren Frieden ganz sicher nicht besonders gut tut, wenn Du Dir durchgehend nur ansiehst und anhörst, was für schlimme Dinge da draußen vor sich gehen.
Schau‘ Dir dazu einfach mal diese ifwv an: Meide die Mainstream-Medien.

Übrigens: mit Entspannung hat das oft sehr wenig zu tun. Statt uns nach einem anstrengenden Arbeitstag zu entspannen und uns etwas Gutes zu tun, belasten wir uns durch diese Dinge nur noch mehr.

Themenübergreifende Mechanismen

Wie oben schon geschrieben, geht es dabei nicht nur ums Fernsehen. Auch alle anderen „üblichen Verdächtigen“ wie Zeitungen, Facebook, YouTube & Co schlagen in diese Kerbe – denn es ist unwesentlich, ob uns die (meist verzerrte, reißerische, einseitige) Botschaft zu einem bestimmten Thema über ein „seriöses“ Nachrichtenstudio, einen Post auf Facebook oder ein „aufklärendes“ Video auf YouTube erreicht – der Effekt ist immer der selbe.

Und, wie auch sonst gilt es natürlich auch hier, nicht von einem Extrem ins andere zu kippen. Es heißt ja nicht von ungefähr „die goldene Mitte“. Wenn wir nicht ohnmächtige Spielbälle irgendwelcher „Mächte“ und Mechanismen sein wollen, die wir nicht verstehen, müssen wir uns damit auseinander setzen. Denn wenn wir etwas verstehen, können wir uns bewusst entscheiden, ob und wie wir ein Teil davon sein wollen – oder eben auch nicht.

Wie geht es besser?

Wenn wir nun wissen, dass es uns unverhältnismäßig viel unserer kostbaren Zeit kostet und uns noch dazu nicht gut tut, dann können wir uns überlegen, wie wir es besser machen können. Wir können uns überlegen, was wir tun können, um uns zu entspannen, uns etwas Gutes zu tun und uns dabei gleichzeitig weiter zu entwickeln. Denn, seien wir ehrlich – wie viele von uns sind mit dem Leben, das wir momentan führen, wirklich vollauf zufrieden? In einer Welt, in der uns rund um die Uhr und von allen Seiten eingebläut wird, was uns alles zum Glücklichsein fehlt, welche Produkte wir kaufen und wie kurz wir vor unserer eigenen Ausrottung stehen, kann man gar nicht entspannt sein und freudig in die Zukunft blicken. Daher ist es unumgänglich, dass wir uns bewusst den negativen Einflüssen entziehen und sie durch Tätigkeiten, Umgebungen und Einflüsse ersetzen, die uns wirklich gut tun und uns eine bessere und erfülltere Zukunft ermöglichen.

Unendliche Möglichkeiten

Jetzt ist es natürlich nur all zu leicht, auf das Negative zu schauen und es anzuprangern. Und ich gestehe, dass mein eigener Fokus zu oft darauf liegt. 🙁 Aber ich arbeite daran und richte mein Augenmerk zunehmend mehr auf Lösungen statt auf Probleme. Es wird langsam besser. 🙂

Was können wir also tun, wenn wir uns jetzt im Klaren darüber sind, dass unsere bisherigen Abendbeschäftigungen weniger sinnvoll sind? Wir können in uns gehen und uns überlegen, was uns Freude machen würde, was uns in irgendeinem Bereich vorwärts bringt, was uns wirklich(!) entspannen kann und womit wir unsere Freizeit nachhaltig und lebensfördernd verbringen können.

Und Möglichkeiten dazu gibt es, auch wenn uns ad hoc vielleicht nicht so viel dazu einfallen sollte, wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Unsere Welt ist voller wunderbarer Gelegenheiten und Möglichkeiten – machen wir ein kurzes Brainstorming, mal sehen, was uns alles einfällt:

Einfach chillen

Man muss nicht permanent etwas TUN. Entspannen heißt bedeutet ja gerade, zur Ruhe zu kommen, nichts tun zu müssen und den Druck und Stress des Alltags von sich abfallen zu lassen. Am Anfang fällt uns das gar nicht so leicht, aber es tut einfach gut, die Seele einfach baumeln zu lassen und gar nichts zu tun.

Hörbücher hören

Kann man auch ganz vortrefflich in der gewohnten Fernschau-Position. Im Gegensatz zu Film & Co können wir uns hier aber besser entspannen, da wir die Augen zu machen (was enorm viel Energie spart) und unsere Phantasie freien Lauf lassen können. Dadurch, dass wir die Szenen der Geschichte nicht bereits vorgekaut präsentiert bekommen sondern uns selbst ein Bild machen müssen, wird unsere Vorstellungskraft angeregt und wir erschaffen etwas. Das ist ein schöpferischer Akt und ungemein erfüllend. Außerdem ist ein Hörbuch ein BUCH, was bedeutet, dass die Geschichte, die wir hören (und uns in der Vorstellung ausmalen) sehr viel detaillierter und umfangreicher ist, als es ein Film oder Ähnliches jemals sein könnte.

Mandala malen

Was auf den ersten Blick vielleicht irritierend oder kindisch klingen mag, ist eine wunderbare Art, Stress abzubauen, neue Kraft zu schöpfen, ins seelische Gleichgewicht zu kommen und zu entspannen. Die Zeiten sind vorbei, in denen man nur als Kind malen und zeichnen „durfte“ – das sieht man schon daran, dass es einen enormen Markt gibt, der Mandalas für Erwachsene anbietet. Mandalas bieten uns die Möglichkeit, kreativ und „bunt“ zu werden, selbst wenn wir nicht zeichnen können.
Wenn Du Dich bequem hin setzt und einfach nur Vorlagen mit schönen Farben ausmalst (idealerweise begleitet von klassischer Musik), entspannt Dich das ungemein; es lässt Dich „runter kommen“, bedient die künstlerischen Teile in Dir, bringt Farbe in Dein Leben und übt Dich im Fokussieren.

Malen, basteln, zeichnen

Etwas zu erschaffen, sich kreativ zu bestätigen und Farbe, Form und Kreativität in Dein Leben fließen zu lassen, gehört zu den sinnvollsten, gesündesten und wohltuendsten Beschäftigungen überhaupt. Wir sind von Natur aus dazu bestimmt, etwas zu erschaffen, etwas Gutes und Positives hervor zu bringen. Es tut uns unermesslich gut, wenn wir uns mit Kreativität beschäftigen und mit Farben und Formen „arbeiten“. Und dabei geht es NICHT darum, große Meisterwerke zu vollbringen. Wir müssen kein Picasso, Dalí oder da Vinci sein. Unsere Werke muss keiner sehen, wenn wir sie nicht zeigen wollen. Beim kreativen Arbeiten geht es nicht um das Ergebnis sondern um den Prozess – um das Erschaffen an sich.

Sprachen lernen

Noch nie war es so einfach und komfortabel, etwas neues zu lernen. Eine andere Sprache zu lernen, kann uns nicht nur irgendwann von praktischem Nutzen sein. Alleine das Lernen einer Sprache bringt unser Gehirn auf neue Touren, wir aktivieren neue Bereiche in unserem Oberstübchen und entwickeln uns weiter. Was uns zumeist davon abhält, es überhaupt in Betracht zu ziehen, sind unsere Erfahrungen daran, wie wir es bisher „lernen“ sollten – nämlich in der Schule mit endlosen Listen von Vokabeln und einer schier nicht enden wollenden Litanei aus Grammatik- und Rechtschreib-Regeln (die wir schon auf deutsch nicht kapiert haben 🙂 ). Dass es einem da alle Haare aufstellt, beim bloßen Gedanken daran, eine neue Sprache zu lernen, darf nicht verwundern. Aber es geht zum Glück auch anders. In den App-Stores gibt es eine Unzahl an Apps, mit denen man Sprachen lernen kann. Die haben das prähistorische Konzept des Vokabel-Paukens hinter sich gelernt und bringen uns die neue Sprache über das Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen näher. Eine wunderbare Art und Weise, sämtliche Bereiche unseres Gehirns anzusprechen und Neues mit Leichtigkeit aufzunehmen.

Meditieren

Die „professionelle“ Art des „einfach chillen“ 😉
Die Meditation eröffnet uns Welten, die man in unserer „Macher“-Welt kaum für möglich halten würde. Die nachhaltige Wirkung und Tiefenentspannung, die wir durch regelmäßiges In-uns-gehen und Fokussieren erreichen, ist mit nichts zu vergleichen. Mit kaum einer anderen Methode kann man mit so wenig „Aufwand“ solch erstaunliche Ergebnisse erleben, wie mit der Meditation. Und dabei muss man nicht, wie es einem beim Gedanken daran vielleicht durch den Kopf fliegt, stundenlang mit verdrehten Beinen auf einem Baumstamm in windiger Höhe zur Salzsäule erstarren! Bist Du noch ungeübt und hast damit noch keine Erfahrungen gemacht, reichen ein paar Minuten. Wirklich. Es ist nicht nötig, Stunde um Stunde regungslos zu verharren. Für den Anfang genügt es vollkommen, wenn Du Dir eine kurze Auszeit nimmst, Dich in Ruhe hinsetzt oder hinlegst, die Augen schließt und für ein paar Minuten einfach Deinen Atem beobachtest. Mehr ist nicht nötig. Und 5 Minuten reichen vollauf (wenn Dir das am Anfang schon zu lange ist, dann beginne mit 3 Minuten). Das Geheimnis liegt nicht im lange meditieren sondern darin, es regelmäßig zu tun.

Denksport

Statt uns mit vorgekauten Informationen und Bildern berieseln zu lassen, wo wir nur empfangen, ohne selbst Gestaltungsspielraum zu haben (und dadurch von Tag zu Tag träger und unmotivierter werden), können wir unser Gehirn wieder auf Trab bringen und es ein wenig fordern. Das geht auch wunderbar in unserer bisher gewohnten TV-chill-Position und bedarf keiner großen Vorbereitungen. Einfach Handy in die Hand und entsprechende Apps gesucht – schon ist man beschäftigt, kann sich entspannen und gleichzeitig weiter entwickeln.

Blog schreiben

Eine ebenfalls gute Art und Weise, „runter“ zu kommen und sich zu entspannen ist, zu schreiben. Was früher das Tagebuch war, ist heute ein Blog. Und lass Dich nicht davon abschrecken, dass das nach Arbeit klingt oder es ohnehin schon so viele Menschen gibt, die Unmengen an weniger „sinnvollen“ Gedanken ins Netz hinaus schicken. Beim Schreiben geht es nicht darum, ein großes Publikum anzusprechend oder andere von seiner eigenen Meinung zu überzeugen. Es geht schlicht darum, etwas zu tun und zu erschaffen. Wie beim Malen, Basteln oder Zeichnen geht es auch beim Schreiben primär darum, einen Schaffensprozess anzustoßen, ein Ventil zu haben, um der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen und die Dinge des Lebens für sich(!) zu verarbeiten. Und dabei geht es auch nicht darum, diese Texte auch zu veröffentlichen. Schreibe für Dich. Es wird Dir gut tun. Und sollte sich daraus mit der Zeit ein Hobby entwickeln, kannst Du damit ja immer noch raus in die Welt gehen.

Journal schreiben

Alle, ja wirklich alle erfolgreichen Menschen tun etwas, das die große Mehrheit nicht tut. Und das ist so simpel, einfach und unscheinbar, dass man es nicht für möglich halten würde, welche unglaublichen Auswirkungen es auf uns und unser Leben hat. In einer Welt, die sich primär auf das Negative konzentriert und uns mit einer Hiobsbotschaft nach der nächsten bombardiert, uns immer wieder aufzeigt, was wir falsch machen, welche Unzulänglichkeiten wir haben und uns einredet, wir müssten uns auf unsere Schwächen konzentrieren und sie beseitigen, kommt eines ganz gehörig unter die Räder: die Besinnung auf all das Gute und Tolle, das wir können leisten und sind! Jeder von uns hat Stärken, Talente und fantastische Leistungen zu bieten – ja, auch Du! Nur sehen wir sie in der Regel nicht, weil wir uns immer nur darauf konzentrieren, was wir alles nicht haben, könne und sind. Mit einem einfachen Trick können wir dieser unsäglichen Abwärtsspirale etwas wirkungsvolles entgegen setzen: mit einem Erfolgs-Journal!

Und nichts ist einfacher als das. Das Einzige, das Du dazu tun musst, dich besser zu fühlen, Deine Motivation aufzubauen und ein gesundes Selbstvertrauen (wieder) aufzubauen ist, Dich regelmäßig hin zu setzen und aufzuschreiben was Du heute alles gut gemacht hast, welche Erfolge Du an diesem Tag verbuchen kannst. Und dabei geht es nicht um Großartiges oder die Welt Bewegendes. Es geht ausschließlich darum, Deinem inneren Schweinehund immer und immer und immer wieder vor die Nase zu halten, was Du gut gemacht hast, was Dir gelungen ist. Und das können (und sollen!) auch ganz kleine Dinge sein. Zum Beispiel, dass Du einen weiteren Tage eine Lektion mit Deiner Sprach-Lern-App gemacht hast. Oder dass Du nach dem Mittagessen hinaus gegangen und eine Runde um den Block gegangen bist, während Du tief und bewusst geatmet hast. Auch, dass Du Dir gestern auf der Couch die Chips gespart hast und satt dessen ein paar Nüsse geknabbert hast. Oder dass Du bei einer Konfrontation mit einem Kollegen die Ruhe bewahrt hast und keinen Streit hast aufkommen lassen („soll der sich halt blöd anstellen, ich lass‘ mich dadurch nicht aus der Ruhe bringen – ohmmm….“).

Das Geheimnis am Journal-Schreiben liegt darin, es regelmäßig zu tun und sich darüber zu freuen, dass man vieles gut gemacht hat. Und es ist vollkommen irrelevant, ob das was Großes oder nur scheinbare Kleinigkeiten sind – die Tatsache an sich, dass Du Deine Erfolge regelmäßig(!) aufschreibst, verdeutlichen Deinem Unterbewusstsein immer wieder aufs Neue, dass Du etwas kannst, leistest und bist. Und das ist extrem wichtig, denn Dein Unterbewusstsein ist extrem mächtig und wird Dich rund um die Uhr beeinflussen, Dinge zu tun (oder zu unterlassen), die Dir auf lange Sicht schaden – nur um seine momentanen Gelüste zu befriedigen. Neben seiner unbeschreiblichen (nur all zu oft äußerst kontraproduktiven) Macht über Dich und Dein Leben hat Dein Unterbewusstsein (oder innerer Schweinehund) aber eine ganz enorme Schwachstelle, die Du ausnutzen kannst: es ist unfassbar dumm! Mit Verstand und guten Argumenten (warum Du zum Beispiel Deine Ernährung umstellen/anpassen möchtest) läufst Du bei ihm gegen die Wand – das ist sinnlos. Wenn Du etwas aber immer und immer wieder wiederholst, gibt es irgendwann seinen Widerstand auf und übernimmt das, was Du ihm einredest. Als Faustregeln gelten hier ca. 90 Tage, die Du etwas Neues tun musst, bis es zur Gewohnheit wird. Wie gesagt, der blöde Schweinehund ist extrem mächtig – aber glücklicherweise und unbeschreiblich dumm (anders wäre Werbung gar nicht möglich!) , und das kannst Du Dir mit Regelmäßigkeit und Kontinuität zunutze machen 🙂

Also, nimm Dir einfach ein paar Minuten am Tag Zeit (mehr brauchst Du dafür nicht) und schreibe auf, was Dir heute oder gestern gut gelungen ist. Mach das regelmäßig und mit Freude. Es wird Dein Leben auf unvorstellbare Weise bereichern und verbessern.

Dazu werd eich aber sicher noch eine eigene ifwv schreiben – das ist einfach zu wichtig und förderliche, als es nur als Nebenbemerkung irgendwo herum fliegen zu lassen 😉

Bei den hier genannten Möglichkeiten liegt mal der Fokus auf Tätigkeiten, die Dich von Deiner Fernseh-Couch nicht gleich in eine völlig andere Welt katapultieren – Du also nicht zwangsläufig aufstehen oder dich gar – Gott behüte – anstrengen musst. 😉 Natürlich gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, wie Du Deine freie Zeit verbringen kannst, ohne Dich dem weniger förderlichen Einfluss der „normalen“ Abendbeschäftigungen auszusetzen. Aber ich denke, Dir fallen da sicher noch genug andere tolle Sachen ein, die Du machen kannst.

Und im Zweifelsfall liest Du einfach jeden Tag in unseren ifwv – das kann nur positiv sein 🙂

Auf den Punkt gebracht

Der langen Rede kurzer Sinn: unsere „üblichen“ Abendbeschäftigungen kosten uns nicht nur einen enormen Teil unserer wertvollen Zeit. Sie geben uns noch nicht einmal etwas essenzielles zurück. Zumindest nichts, das den Zeitaufwand (und die Beeinträchtigung unserer Psyche) auch nur ansatzweise rechtfertigen würde. Im Gegenteil machen sie uns meist nur noch unruhiger und unentspannter.

Ersetzen wir sie durch Tätigkeiten, die uns wirklich entspannen, unseren Horizont erweitern und unserer Seele Ruhe gönnen, werden wir uns (langsam aber sicher) besser fühlen. Wir werden besser schlafen, einen besseren Umgang mit anderen entwickeln, einfühlsamere Eltern sein, und noch einige weitere positiven Veränderungen in unserem Leben empfangen.

In diesem Sinne; bedanke Dich herzlich bei Deiner Glotze für die jahrelangen Dienste und zieh ihr den Stecker! 🙂

Und, denk‘ immer daran:

Nur WIR können die Welt verändern!

Dein Viosimo

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